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Döbeln In Leisnig statt in Leipzig: Jonna kommt als Silvester-Baby zur Welt
Region Döbeln In Leisnig statt in Leipzig: Jonna kommt als Silvester-Baby zur Welt
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18:46 01.01.2018
Das kleine, süße Leisniger Silvester-Mädchen Jonna mit Schwester Rahel (3) sowie den glücklichen Eltern Pia Sauermann (34) und Jan (37). Quelle: Sven Bartsch
Leisnig

Unverhofft kommt oft: eigentlich sollte die kleine Jonna in Leipzig, im dortigen St. Elisabeth-Krankenhaus zur Welt kommen. Und Silvester war als Geburtstag auch nicht geplant. Doch Madame hat eben ihren eigenen Kopf. Und die Helios-Klinik in Leisnig kam so zum Silvesterbaby. Die Eltern von Jonna waren in Gersdorf bei Hartha zu Besuch, als sich das Mädchen anschickte, das Licht der Welt zu erblicken. Alles ging so ratzfatz – eine Fahrt nach Leipzig kam nicht mehr in Frage. Zum Glück gibt es die Geburtenstation „um die Ecke“.

Am Silvestertag um 1.11 Uhr brachte Pia Sauermann Jonna in Leisnig zur Welt. Es ist ihre zweite Tochter. Die Kleine wog 3605 Gramm und war 50 Zentimeter groß. Sie war das 520. und damit auch das letzte Neugeborene auf der Entbindungsstation der Heliosklinik in diesem Jahr. Ein Neujahrsbaby war am späten Montagnachmittag noch nicht in Sicht.

Die Zahl der Geburten am Helioskrankenhaus liegt im vergangenen Jahr also wieder deutlich über 500. „Der geburtenstärkste Monat war der September mit insgesamt 54 Geburten. Die geburtenstärksten Tage waren der 13. Januar und der 2. August. An beiden Tagen sind jeweils sechs Kinder bei uns zur Welt gekommen“, sagt Oberärztin Dr. Nicole Hommel, kommissarische Leiterin der Geburtenklinik in Leisnig. Dort wird auf der Station ganz genau das Geburtenbuch für die Statistik geführt. Dem sind auch die beliebtesten Namen zu entnehmen, die im zurückliegenden Jahr den Babys von ihren Eltern gegeben wurden. Bei den Mädchen führt demzufolge Maja (sieben Mal), gefolgt von Emily, Marie, Sophia und Mia (jeweils sechs Mal). Bei den Jungen führt Jonas (sieben Mal) die Spitze an, vor Colin (sechs Mal) und Karl, Eddie sowie Luca (jeweils fünf Mal). Sehr seltene Namen, die das Personal der Geburtenklinik 2017 registrierte, waren Scarlett, Käthe, Wickie und Hildegard bei den Mädchen und Artemis, Grusimer, Auram, Heidrich und Armand bei den Jungen. Dreimal sind in Leisnig voriges Jahr Zwillinge zur Welt gekommen. Es gab Geburten, die ganz schnell „über die Bühne“ gingen, andere zogen sich sehr lange hin. Die Spanne reichte von 37 Minuten bis zu 26 Stunden.

„Es kommt immer anderes als man denkt“, sagt Oberärztin Dr. Hommel aus Erfahrung. Sie sollte auch bei der Geburt von Jonna Recht behalten. Natürlich käme so manch angehende Mama mit einem Wunschzettel für die Geburt. Der reiche von bestimmter Musik, über die Wassergeburt bis zur Akkupunktur. „Wir machen vieles möglich, unsere Hebammen sind da sehr offen“, so Dr. Hommel. Das Wohl von Mutter und Kind stehe aber immer an erster Stelle, und das nach medizinischen Gesichtspunkten. Die Oberärztin: „Wir sind immer noch ein Krankenhaus.“

Noch mehr Augenmerk soll in Leisnig künftig auf die Stillberatung gelegt werden. Ab sofort gibt es vier Stillschwestern, die den frisch gebackenen Müttern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Und noch eine Neuigkeit am Helios-Krankenhaus: In diesen Tagen übernimmt ein neuer Chefarzt die Frauenklinik, also Gynäkologie und Geburtshilfe. Bis zur offiziellen Einführung so viel vorweg: es handelt sich um einen erfahrenen Arzt. Er wechselt aus dem Hessischen nach Leisnig.

Statistik

Anzahl Geburten 2017 an Heliosklinik Leisnig: 520 (2016: 542; 2015: 501);

Anzahl der geborenen Kinder 2017: 523, davon 272 Jungs und 251 Mädchen, davon dreimal Zwillinge (2016: 552 Kinder; 2015: 516 Kinder);

Jüngste Mütter: 17 Jahre (dreimal), älteste Mutter: 46 Jahre

Von Olaf Büchel

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