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Döbeln In Waldheim funktioniert Rathaus papierlos
Region Döbeln In Waldheim funktioniert Rathaus papierlos
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15:58 19.05.2015
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Unter dem Motto "papierloses Rathaus" stellt die Stadtverwaltung im nordsächsischen Borsdorf schrittweise von Papierdokumenten auf digitale Inhalte um. Ein Modell für die Zukunft?

"Uns ist die IT-Ausrüstung in Borsdorf bekannt. Dort setzt sich der Bürgermeister sehr dafür ein, alles zu digitalisieren", erklärt Gerald Herbst, Bürgermeister der Stadt Hartha (CDU). Doch auch wenn man ab und zu auf die umliegenden Rathäuser schaut: Für die Verwaltung der rund 8000-Einwohner großen Gemeinde kommt das Modell vorerst nicht in Frage. "Die Umstellung würde viel Geld kosten", so Herbst. "Das können wir uns nicht leisten, da würden wir uns zu weit aus dem Fenster lehnen."

Auch Leisnig denkt derzeit nicht darüber nach, die Verwaltungsabläufe im Rathaus zu digitalisieren. "Wir haben erst mal andere Probleme, um die wir uns kümmern müssen", meint Bürgermeister Tobias Goth (CDU). "Zum Beispiel arbeiten wir momentan am doppelten Haushaltswesen. Da bleibt für so ein Projekt keine Zeit."

Anders sieht es in Waldheim aus. Das Borsdorfer Konzept sei dort nicht nur bekannt. "Das machen wir auch, da ist alles in vollem Gange", erläutert Bürgermeister Steffen Blech (CDU). Seit etwa einem halben Jahr laufe die Umstellung. Die Sekretärinnen des Rathauses müssten dazu zunächst alles einscannen, in einer Art internen Netzes können wichtige Dokumente dann digital ausgetauscht und versendet werden. "Der Anfang war ein bisschen schwierig, wie eigentlich immer, wenn automatisierte Abläufe geändert werden", erklärt Blech. Doch insgesamt sei er zufrieden. "Das ist eine tolle Sache, eine echte Einsparung. Außerdem hat es viele Vorteile: Jeder kann auf die von ihm benötigten Dokumente zugreifen", erläutert Blech das System.

So könne auch niemand behaupten, er hätte ein wichtiges Schreiben nicht bekommen, eine Rechnung in etwa. "Bei so viel Papierkram geht immer mal etwas verloren, so etwas passiert. Aber das konnten wir durch die Digitalisierung reduzieren. Jeder weiß eben, wo er was findet", freut sich Blech und betont: "Das ist eine enorme Papier- und Zeitersparnis."

Josephine Heinze

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