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Döbeln In Waldheim gibt’s jetzt „Open Air“-Unterricht
Region Döbeln In Waldheim gibt’s jetzt „Open Air“-Unterricht
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08:00 08.09.2018
Schulleiter Jan Genscher und Bürgermeister Steffen Ernst durchschneiden das Eröffnungsband Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Bevor die Gruß- und Dankesworte verteilt werden konnten, waren die Regenschirme dran. Pünktlich zur Eröffnung der neuen Außenanlagen an der Oberschule Waldheim setzte ein Schauer ein, und so mussten die etwa 20 Gäste aus Stadtrat und Elternschaft erst einmal mit Schirmen versorgt werden. Die Schüler des Musikkurses ließen sich vom Regen nicht aus der Ruhe bringen – nach einer kurzen Pause trommelten und sangen sie in Sichtweite des renovierten Schulgeländes.

Für rund 175.000 Euro wurde unter anderem der Tischtennisplatz und der Grillplatz erneuert und ein Unterrichtsraum im Freien, ein sogenanntes „grünes Klassenzimmer“ geschaffen. Hinzu gekommen sind außerdem behindertengerechte Parkplätze und eine Feuerwehrzufahrt, weichen mussten dagegen die als giftig eingestuften Thuja-Hecken (die DAZ berichtete). Ausgeführt wurde der Auftrag von der STI Bau GmbH aus Ziegra, die die im Mai begonnen Bauarbeiten nun pünktlich abschloss.

Schulleiter Jan Gentscher lobte ausdrücklich die termingerechte Ausführung und das „Herzblut“, das von Seiten der Baufirma in das Projekt geflossen sei. Zudem hob er die Bedeutung eines offenen, modernen Außengeländes hervor. „Die Schulzeit prägt für viele Jahre. Wer die Schule in schöner Erinnerung behält, überlegt vielleicht eher, auch nach dieser Zeit in Waldheim zu bleiben. Mit diesen Bausteinchen wollen wir dazu beitragen“, sagte er in seiner Begrüßungsrede.

Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) fügte hinzu, dass viele Eltern aus der näheren Umgebung sich bei ihm nach der Oberschule erkundigten und die mehrfach renovierte Einrichtung so die Attraktivität Waldheims als Familienstandort erhöhe.

Nachdem Schulleiter und Bürgermeister ein grünes Band durchschnitten hatten, durften die Schüler endlich ihr neues „altes“ Areal unterhalb des Pausenhofes erkunden. Dabei von besonderem Interesse: Das „grüne“ Klassenzimmer. Wo sich früher ein Biotop mit kleinem Teich samt Brücke befand, stehen heute Betonbänke und -tische in Klassenzimmerformation; bei Bedarf kann der Waldheimer Nachwuchs nun also unter (regen-)freiem Himmel lernen.

Ergänzt werden soll noch eine Tafel, zudem gibt es Überlegungen, ein Sonnensegel zu installieren. Als erste „Einrichtung“ für das Klassenzimmer spendierte die Elternschaft bereits einen Baum, Bürgermeister Ernst pflanzte zur Eröffnung gleich den nächsten hinterher.

„Für die Lehrer bieten sich somit neue Unterrichtsmöglichkeiten“, erläuterte Rektor Genscher seine Idee vom Lernraum im Grünen. „Zudem können wir jeden zusätzlichen Platz gebrauchen, die Schule platzt aus allen Nähten.“

Auf der Wunschliste des Schulleiters für die nächste Bauphase stehen deshalb neue Klassen- und Gemeinschaftsräume und nach Möglichkeit auch ein „Präsentationsraum“, damit Veranstaltungen wie die gestrige unabhängig von der Wetterlage stattfinden können.

Bürgermeister Ernst bekräftigte am Rande der Eröffnungsfeier, dass die Stadt dem Vorhaben einer Erweiterung positiv gegenübersteht und erste Planungen anlaufen. Klar ist: Viel Platz ist auf dem Schulgelände nicht mehr, aber eine Fläche zwischen den Gebäudeabschnitten A und B scheint sich für einen mehrstöckigen Anbau zu eignen.

Mit der Vollendung des nunmehr sechsten Bauabschnitts, der mit Mitteln von Stadt und Land gestemmt wurde, flossen seit der Wende schon mehr als fünf Millionen Euro in die Instandsetzung der Oberschule, unter anderem wurde in eine neue Turnhalle, Sportanlagen und Energiesanierungen investiert.

Von Maximilian König

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