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In den nächsten zwei Jahren: Altlasten entsorgen, Brücke neu bauen

Döbelner Flutbaustelle In den nächsten zwei Jahren: Altlasten entsorgen, Brücke neu bauen

Bis Ende September will die Landestalsperrenverwaltung die Arbeiten in der aktuellen Flutbaustelle hinter der Franz-Mehring-Straße abgeschlossen haben. Dass die Fertigstellung etwa einen Monat länger dauert als vorgesehen, liegt daran, dass gleich noch die Brückenwiderlager unterfangen, also stabilisiert werden.


Quelle: Gerhard Dörner

Döbeln. Das, so Stefan Hain, Projektleiter bei der Landestalsperrenverwaltung für die Flutmulde in Döbeln, war ursprünglich für den letzten Bauabschnitt geplant, der im Jahr 2019 begonnen werden soll. „Wir werden es aber jetzt schon mitmachen“, sagt er. Weil die Flutmulde auf nahezu quadratische maße ausgeweitet wurde, liegen die Brückenwiderlager frei.

Ansonsten liegen die Bauleute der Firma Hundshausen Bau gut im Plan. Derzeit wird die Sohle gepflastert und auch das eigentliche Bau-Los – die Hochwasserschutzwände – werden planmößig Ende August fertiggestellt sein. Letzte Arbeiten, die daran zu verrichten sind, ist das Anbringen von Vorsatzschalen, Kappen und Geländern.

Ebenfalls planmäßig beginnen werden dann die Arbeiten am nächsten Abschnitt. Am 28. August rückt die Großbaustelle ein Stück weiter – zwischen Niederbrücke und Brücke Straße des Friedens. Für diesen Teil des Hochwasserschutzkonzeptes für die Stadt Döbeln stehen mehr Kosten als ursprünglich geplant an. Das liegt an den Altlasten, die sich auf dem Gelände in Höhe Kaufland Döbeln im Erdreich befinden. Dort hatte früher ein Werk des Döbelner Beschläge- und Metallwerkes gestanden. „Wir haben in der Planungsphase viele Erkundungen dazu eingeholt, um uns genau einstellen und ein Entsorgungskonzept erstellen zu können“, erklärt Hain. Normal sei es, Stoffe wie Arsen und Katnium zu finden, doch im Gebiet am Kaufland kommen eben noch Fabrikaltlasten hinzu. „Die müssen deponiert werden und das kostet auch entsprechend Geld.“ Die Rede ist hierbei von etwa zehn Prozent der gesamten Baukosten für diesen Abschnitt. Und die belaufen sich laut Stefan Hain auf rund 9,5 Millionen Euro.

Begonnen wird Ende August damit, die Baustelle einzurichten. Die erforderliche Fällung von Bäumen ist bereits Anfang des Jahres erfolgt, als nächstes wird es Aufschüttungen geben, damit die Baucontainer aufgestellt werden können. Auf der Seite des Pferdebahnmuseums ist das schon passiert. Anschließend werden die Bohrarbeiten vorbereitet.

Planmäßig werde dieser Bauabschnitt bis September 2019 dauern, also zwei Jahre. Während dieser Bauphase wird auch die Brücke Straße des Friedens neu gebaut. Die Brücke würde aufgrund ihrer derzeitigen Geometrie eine Abflussbehinderung im Hochwasserfall darstellen und somit die Leistungsfähigkeit der Flutmulde beeinträchtigen. Um dieses Defizit auszugleichen, ist ein Neubau erforderlich. „Aber auch hier sind wir natürlich stark abhängig von Witterungserscheinungen“, sagt Hain. Damit eventuelle Hochwasser schadlos durch die Flutrinne geleitet werden können, könne nicht alles gleichzeitig angefasst werden.

Von Manuela Engelmann

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