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In der Kriebsteiner Straße geht es voran - Gakendelle-Bau ab Sommer

Freistaat baut In der Kriebsteiner Straße geht es voran - Gakendelle-Bau ab Sommer

Der Freistaat Sachsen baut weiter und gibt rund um Döbeln zirka 20 Millionen Euro aus für Straßenbauprojekte, die dieses Jahr starten sollen. Darunter ist die so genannte Gakendelle an der B 175. Mitte des Jahres soll Baustart sein, hofft Michael Stritzke vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Jedoch sind Anlieger skeptisch und verweigern die Bauerlaubnis.

Bei Kriebstein geht es vorwärts, und auch an anderen Orten rund um Döbeln führt der Freistaat Straßenbaumaßnahmen fort beziehungsweise beginnt neue. Dazu gehört unter anderem die Gake an der B 175 bei Döbeln.
 

Quelle: Sven Bartsch

Region Döbeln.  Zu den derzeit laufenden und fortzuführenden Bauprojekten des Freistaates Sachsen, wie der Kriebsteiner Straße in Waldheim, S 34 in Roßwein und dem Geyersberg in Döbeln, werden sich dieses Jahr nach den Plänen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr weitere Bauvorhaben gesellen. Der so genannten Gakendelle an der B 175 zwischen Döbeln und der Autobahnanschlussstelle Döbeln wird ihr Schrecken als gefürchteter Unfallschwerpunkt genommen: Sie wird geglättet, sowohl in ihrer Lage und auch Höhe verlegt.

In das Großprojekt der Niederlassung Zschopau des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) investiert der Freistaat 9,5 Millionen Euro. Gebaut wird auf zweieinhalb Kilometern. Nach den Worten von Niederlassungsleiter Michael Stritzke solle der Bau Mitte des Jahres beginnen und bis 2019 dauern. Konkreter könne er die Zeit für den Baustart noch nicht eingrenzen, sagt er im Pressegespräch am Montag. Sowohl der Kampfmittelbeseitigungsdienst als auch die Mitarbeiter vom Landesamt für Archäologie müssten das künftige Baufeld vorher untersuchen. Abhängig von den jeweiligen Befunden beanspruche das unterschiedlich viel Zeit. Seit Jahren steht das Projekt als dringlich in Döbeln auf der Agenda und wird nun auch vom Freistaat umgesetzt.

Zudem gibt es für das Projekt Schwierigkeiten mit Grundstückseigentümern. Welcher Natur diese im konkreten Fall sind, fasst Volkmar Köhler, Abteilungsleiter Planung und Straßenbau, in wenige Worte: „Im Wesentlichen läuft es darauf hinaus, dass die Eigentümer die Bauerlaubnis nicht unterschreiben.“ Es werde gepokert. Dabei seien die Entschädigungssätze gar nicht verhandelbar, so Stritzke. Gutachter legen sie fest. Wenn es wie im betreffenden Territorium auch um landwirtschaftlich genutzte Flächen geht, müsse nicht nur der Eigentümer, sondern auch der Pächter die Bauerlaubnis erteilen. Widerstand existiere trotz des vorhandenen Planfeststellungsbeschlusses.

Dabei seien die Eigentümer in das vorangegangene Planfeststellungsverfahren eingebunden gewesen. Wer jetzt noch die Bauerlaubnis verweigere, erreiche nichts anderes, als dass sich der Baubeginn verzögert. Stritzke: „Angesichts der Tatsache, dass uns vorgehalten wird, es dauere so lange mit dem Ausbau der B175, ist es jetzt um so bedauerlicher, dass Anlieger die Bauerlaubnis verweigern.“ Die meisten ließen sich von Rechtsbeiständen vertreten. Deshalb hofft Stritzke, der Freistaat beziehungsweise das Landesamt für Straßenbau kann das dieses Jahr abschließen und mit dem Bau beginnen.

Gebaut wird zuerst in Oberranschütz. Dort entlang verläuft die Umleitung, wenn die B 175 angefasst wird. Der innerhalb der Gake befindliche Abzweig Richtung Oberranschütz fällt weg – auch das eine Veränderung, die der Straße die Unfallgefahr nehmen soll. Oberranschütz wird neu angebunden, und zwar über die nach Mochau führende Kreisstraße K 7515. Diese wird teilweise umverlegt. Informationen zum Bauablauf, möglichen Verkehrseinschränkungen und konkreten Terminen würden noch veröffentlicht, hieß es weiter.

Insgesamt gibt der Freistaat Sachsen rund um Döbeln zirka 20 Millionen Euro aus für den Straßenbau. Die Mittel sind seit Montag vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr bestätigt. Die Abstimmungen mit Landratsämtern und Kommunen zu Umleitungen und Bauzeiträumen laufen. Beispielsweise schließen sich an die jetzigen Arbeiten an der B 169 südlich von Greifendorf dieses Jahr weitere Arbeiten nördlich der Ortslage an. Für 4,5 Millionen Euro werden dort 2,4 Kilometer Straße ausgebaut. Die jetzige Umleitung wird beibehalten.

Von Steffi Robak

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