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Döbeln Initiative bittet um Obacht: Wer fängt in der Stadt Katzen weg?
Region Döbeln Initiative bittet um Obacht: Wer fängt in der Stadt Katzen weg?
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07:33 17.01.2019
Silke Rohsmann und Michaela Filla  von der Roßweiner Katzeninitiative. Quelle: Manuela Engelmann-Bunk
Rosswein

In Roßwein verschwinden Katzen. Das beobachten seit geraumer Zeit die Frauen der Katzeninitiative, die sich seit etwa einem Jahr um die wild lebenden Tiere in der Stadt versuchen zu kümmern. Vergangene Woche sind Silke Rohsmann und Michaela Filla dem auffällig vermehrten Verschwinden sowohl streunender Katzen als auch von Tieren aus Privatbesitz nachgegangen. Festgestellt haben sie, dass nicht nur im ursprünglich ausgemachten Gebiet zwischen Bahnhofstraße, Bahndammstraße, Uferstraße bis hin zu Bäckers Garten Tiere verschwanden, sondern auch am Stollen.

Verstörter Kater will Haus nicht mehr verlassen

„Und wir haben einen Hinweis bekommen von Bewohnern des Wohngebiets unterhalb der Förderschule“, sagt Michaela Filla. Dort sei ein Kater verschwunden und völlig verstört zu seinen Besitzern zurückgekommen. „Seit dieser Nacht weigert er sich das Haus zu verlassen.“ Aufgefallen sei den Besitzern des Tieres in der Nacht ein weißer Transporter im Wohngebiet. „Das muss nichts bedeuten, aber wir bitten die Besitzer von Katzen einfach besonders auf ihre Tiere zu achten“, sagt Michaela Filla. Und generell die Augen offen zu halten.

Die Frauen der Initiative vermuten angesichts ihrer eigenen Beobachtungen und den Informationen, die sie eingeholt haben, dass in Roßwein jemand Katzen wegfängt. Silke Rohsmann hat selbst die Erfahrung machen müssen. Von 14 Katzen, die sie auf ihrem Grundstück gefüttert hat, sind innerhalb kurzer Zeit noch fünf übrigen geblieben.

Helfen in Form von Sachspenden, Geld und Manpower

Die Katzeninitiative „Roßweiner Streuner“ hat sich auf die Fahnen geschrieben, sich um die freilebenden Stubentiger zu kümmern. Und zwar in der Form, dass sie sie an bestimmten Plätzen regelmäßig füttern und versuchen, die Tiere unfruchtbar zu machen, um ein weiteres unkontrolliertes Ausbreiten der Tiere zu verhindern. Wer die Frauen bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit unterstützen will, kann mit Sachspenden oder Geld helfen. Oder tatkräftig mitwirken. Nächsten Donnerstag, 24. Januar, ist das nächste Treffen der Initiative, um 17 Uhr in der Tierheilpraxis Filla, Bahnhofstraße 22.

Von Manuela Engelmann-Bunk

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