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Ist Hartha noch sicher

Ist Hartha noch sicher

Eine Serie von Einbrüchen in den vergangenen Wochen verunsichert die Bewohner Harthas. Am Freitag vergangener Woche ist es erneut passiert: Unbekannte brachen in eine Ein-Familien-Wohnung in Hartha ein.

Hartha.

 

Hartha. Eine Serie von Einbrüchen in den vergangenen Wochen verunsichert die Bewohner Harthas. Wie erleben die Betroffenen die Situation? Und mangelt es der Stadt an Polizeipräsenz?

 

Am Freitag vergangener Woche ist es erneut passiert: Unbekannte brachen in eine Ein-Familien-Wohnung in Hartha ein. Wieder mal betroffen: die Töpelstraße. Günter Grobe ist Anwohner der Straße, und Opfer. Zu Silvester - als die Einbruchsserie (in der Töpel- sowie in der Körnerstraße) ihren Anfang nahm - drangen die Täter über die Kellerfenster in das Haus der Familie. Die kaputten Fenster ließen nichts Gutes ahnen, als Günter Grobe und seine Frau in der Nacht zurückkehrten. Statt ins Bett zu gehen, mussten sie die Kriminalpolizei zur Spurensicherung in die durchwühlten Räume ihres Hauses holen.

"Selbst die Matratze im Schlafzimmer war ausgehoben", berichtet Grobe, der froh ist, dass bis auf die Kellerfenster nichts weiter beschädigt wurde. Alles spricht dafür, dass der oder die Täter auf der Suche nach Bargeld waren. Die gestohlenen Gegenstände sieht Grobe als weitere Bestätigung seiner Vermutung: "Den großen Plasmabildschirm haben sie stehen lassen." Die Täter beschränkten sich auf relativ schnell zu entwendende Wertgegenstände wie Handy, Fotoapparat, den Schmuck seiner Frau und den Laptop seines Sohnes. "Vielleicht waren es Drogenabhängige, die dringend Geld benötigen", meint Grobe. Die vorläufige Schadenshöhe in diesem Fall beläuft sich auf rund 5000 Euro.

"Warum gerade dieses Haus?", fragt sich Grobe. "Vielleicht haben sie die herunter gelassenen Jalousien und der fehlende Wachhund angelockt." Noch kann der Rentner scherzen: "Die haben von meinem Schnaps getrunken", erzählt er. Dennoch: Zum Lachen ist in der Nachbarschaft niemandem; man ist verständlicherweise verunsichert. "Sicher fühle ich mich nicht mehr", sagt zum Beispiel Roland Lindner, der in den besagten Nächten zu Hause war, aber nichts Auffälliges gesehen oder gehört hat. Bis auf die Jalousien schützt sein Haus in der Töpelstraße nichts vor Eindringlingen. Noch nicht. Der Rentner ist gerade dabei, sich über die Möglichkeiten und Kosten für Sicherheitsvorkehrungen zu informieren. Familie Grobe wird demnächst ebenfalls aufrüsten - mit Gittern vor den Kellerfenstern. Auch die menschlichen Alarmglocken sind geschärft: "Man guckt sich schon öfter mal um, wenn man aus dem Haus geht. Und hört genauer hin", sagt Lindner nachdenklich.

Fehlt es vielleicht an Polizeipräsenz in der Stadt? "Dass die Polizei präsent genug ist, kann man nicht mehr sagen, wenn überall eingebrochen werden kann", meint Günter Grobe. Der Leiter des Polizeireviers in Döbeln, Steffen Fricke, räumt ein, dass es in Hartha "in letzter Zeit viele Probleme gibt". Laut Fricke sind derzeit insgesamt fünf Beamte zuständig für den Bereich. Darunter ein zuständiger Bürgerpolizist mit Sitz in Leisnig. Einen eigenen Bürgerpolizisten für Hartha soll es spätestens 2013 geben. Ob sich damit das Sicherheitsgefühl der Bürger oder die tatsächliche Sicherheit erhöht, bleibt abzuwarten.

Zurzeit ist die Polizei auf die Mithilfe der Bürger angewiesen. Wegen der ungewöhnlichen Straftathäufung suchen die Beamten in einem lokal begrenzten Bereich nach Zeugen, die Hinweise geben können. Einige der bisher eingegangenen "sind viel versprechend", berichtet Kai Kiesing vom Polizeirevier in Döbeln. Wer Hinweise zu Personen- oder Fahrzeugbewegungen in der Zeit zwischen Silvester und dem 7. Januar geben kann, wird gebeten, diese an das Polizeirevier Döbeln weiterzuleiten (03431/65 90) oder an jede andere Polizeidienststelle.

Katharina Schultz

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