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Ja-Sagen im Roßweiner Heimatmuseum

Standesamtliche Trauung Ja-Sagen im Roßweiner Heimatmuseum

Heiraten im Roßweiner Heimatmuseum? Das geht! Zwölf Paare gaben sich im rustikalen Ambiente bereits das Ja-Wort. Dekoration und Organisation übernehmen Standesamt und Heimatverein. Als kleines Andenken bekommen die frischgetrauten Brautleute eine historische Heiratsurkunde – passend zur außergewöhnlichen Heirat.

Martina Thiele organisiert gemeinsam mit ihrem Mitstreitern vom Heimatverein Roßwein die Dekoration einer Trauung im Heimatmuseum.

Quelle: Gerhard Dörner

Rosswein. Für potenzielle Hochzeitspaare, die sich zwar standesamtlich trauen lassen wollen, aber das Ambiente des Rathaussaales nicht mögen, gibt es in Roßwein eine Alternative: das Heimatmuseum. Im Keller, einem Raum mit Tonnengewölbe, entsteht ein festliches Ambiente. Die Roßweiner Standesbeamtin Petra Braune hält statt im Rathaussaal oder dem Trauzimmer im Museum ihre Traurede und vermählt die Hochzeitswilligen. Zwölf Trauungen dieser Art gab es bereits innerhalb der Mauern des Heimatmuseums. „Es ist nicht so, dass wir jede Woche eine Trauung bei uns haben. Das würden wir auch gar nicht schaffen, denn das ist schon ein ziemlicher logistischer Aufwand“, weiß Martina Thiele vom Roßweiner Heimatverein. Sie und ihre Mitstreiter sorgen für das richtige Ambiente – in Abstimmung mit dem Brautpaar. Dann wird dekoriert, Blumen arrangiert und alles der Hochzeit entsprechend angepasst.

Alternative zum Rathaus

Die Trauung im Heimatmuseum läuft dennoch über das Standesamt. „Dort bekommen die Brautleute die Möglichkeit angeboten. Besteht Interesse, kann sich der Raum angeschaut werden“, weiß Martina Thiele. Manchmal passt es auf Anhieb und das Paar ist begeistert, manchmal wird aber auch nichts daraus, erklärt sie. Fällt die Entscheidung für das Museum, beginnt die Planung schon bald. Martine Thiele räumt den Raum nicht komplett um oder gar leer. Die Museumsatmosphäre soll bleiben, denn das ist es ja, was die meisten daran schätzen. Trotzdem muss genügend Platz geschafft werden, damit die Stühle aus dem Standesamt ins Museum passen. „Da unterstützt uns der Bauhof“, so Thiele. So entsteht aus dem mit Bruchsteinen gemauerten Raum ein der jeweiligen Hochzeit angepasster Raum, mit Blumen und Schleiern. Manche Brautleute wünschen sich im Anschluss an die Trauung einen Sektempfang. Auch das organisieren die Mitstreiter vom Heimatverein.

Paare, die sich für eine Trauung im Museum entscheiden, haben nicht unbedingt etwas mit dem Verein zu tun. „Das ist einfach eine Alternative zum klassischen Standesamt im Rathaus. Meistens sind es Leute, die sich für ein rustikales oder altertümliches Ambiente begeistern“, weiß Martina Thiele. Die Trauung an sich wird nichtsdestotrotz vom Roßweiner Standesamt abgehalten. Für die Möglichkeit, abseits des Standesamtes zu heiraten, berechnet die Stadtverwaltung zusätzliche Kosten. Das ist notwendig, weil eine Trauung im Heimatmuseum einen Mehraufwand bedeutet.

Historischer Trauschein als Andenken

Aktuell ist keine Trauung im Museum vorgesehen. Doch eine fand bereits in diesem Jahr statt. “Die Entscheidung dafür, bei uns im Museum zu heiraten, fällt meistens spontan beim Gespräch auf dem Standesamt.“ Als besonderes Andenken an die Trauung im Heimatmuseum bereiten Martina Thiele und ihr Verein immer auch einen kleinen, historischen Trauschein vor. Manche Hochzeitsgesellschaft möchte im Anschluss an die Trauung auch die traditionellen Spielchen wie das Zersägen eines Baumstammes erleben. Auch dabei leisten die Vereinsmitglieder Hilfe und Unterstützung bei der Umsetzung.

Von Stephanie Helm

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