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Döbeln Jahnas Abwasser kommt in die Ostrauer Kläranlage
Region Döbeln Jahnas Abwasser kommt in die Ostrauer Kläranlage
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21:43 03.10.2014
Die Abwässer des Ostrauer Ortsteils Jahna werden künftig in der Kläranlage Ostrau geklärt. Quelle: Nico Fliegner (Archiv)

Die Jahnaer wollten ganz genau wissen, wie ihre Abwasser künftig entsorgt werden: 75 Grundstücke beziehungsweise 180 Einwohner werden an das zentrale Abwassernetz angeschlossen. Sieben Ausnahmen wird es geben - diese werden ab 2016 vollbiologische Kleinkläranlagen nutzen müssen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, den Zustand der Gewässer zu verbessern. Hier soll vorrangig die Jahna sauberer werden.

Die Vorberatungen zum demnächst ausgeführten Abwasserkonzept laufen seit rund fünf Jahren. Als wirtschaftlichste Entsorgungsvariante habe sich die Vakuum-entsorgung mit Anschluss an die bereits bestehende Kläranlage in Ostrau erwiesen, geht aus dem Abwasserbeseitigungskonzept des Verbandes hervor. Schmutzwasser werde in Jahna gesammelt und über den Ortsteil Pulsitz nach Ostrau befördert. Dafür werden an den Grundstücken Vakuumanschlüsse eingebaut.

Bauzeit: Montag bis Ende Oktober

Wenige Meter von der Grundstücksgrenze lässt der AZV auf eigene Kosten Ventilstationen installieren. Insgesamt 2,5 Kilometer Leitungen werden verlegt und eine Pumpstation errichtet. Diese Art Flachbau, etwa in Garagengröße, wird auf der gegenüberliegenden Jahna-Seite platziert, die Leitung unter der Jahna verlegt. Für die Hausanschlüsse selbst bestehen drei Varianten: begehbar, überfahrbar und beide in überflutungssicherer Ausführung, weil Jahna nach den vergangenen Hochwasserereignissen zumindest teilweise als Überflutungsgebiet gilt.

Die vorhandenen Mischwasserkanäle dürfen im Zuge der Bauarbeiten nur noch als Kanäle für Regenwasser genutzt werden. Das gesamte Vorhaben kostet wenig mehr als eine Million Euro. Pumpstation und Druckleitungen machen 110 000 Euro aus, die Anschlussschächte schlagen mit rund 38 500 Euro und 36 000 Fördergeld zu Buche. Die Kosten sowie 30 Prozent der verbleibenden 860 000 Euro trägt der AZV. Die rund 602 350 verbleibenden Euro werden auf die Eigentümer der Grundstücke umgeschlagen. Sie setzen sich aus dem Baukostenzuschuss (errechnet sich aus den Straßenfrontmetern), dem Schacht und dem Anschluss zusammen. Zirka 3800 solcher Straßenmeter sind es in Jahna - das entspricht einem Preis von 160 Euro pro Grundstücksmeter. Durchschnittlich (bei 32 Metern) hat der Eigentümer 5120 Euro plus Schacht für rund 511 Euro zu berappen.

Der Abwasserverband bietet bei Bedürftigkeit oder wirtschaftlicher Notlage auch Ratenzahlung an. Die Rechnungen werden vermutlich nicht vor Mitte 2016 gestellt. Die Bauarbeiten sollen am Montag beginnen und bis voraussichtlich 31. Oktober beendet sein. Das Abwasserkonzept wird von der Firma Dahlener Bau GmbH umgesetzt. Die Gemeinde Ostrau möchte im Zuge dieser Maßnahme begleitend Straßenbauarbeiten vornehmen.

Natasha G. Allner

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