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Döbeln Jauchzet, frohlocket in St. Nicolai
Region Döbeln Jauchzet, frohlocket in St. Nicolai
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20:56 02.12.2018
Die Kantorei Döbeln musizierte am Sonnabend gemeinsam mit dem Neuen Leipziger Instrumentalconsort unter Leitung von Kantor Markus Häntzschel. Quelle: Gerhard Dörner
Döbeln

Keine Weihnachtszeit ohne „Jauchzet, frohlocket“, ohne Johann Sebastian Bachs von festlichen Trompeten- und Paukenklängen gerahmte Version der Geburtsgeschichte Jesu Christi.

Den Startschuss für die Aufführung diverser Weihnachtsoratorien in der Region gab in diesem Jahr die Kirchgemeinde Döbeln, wo traditionell am Sonnabend vor dem ersten Advent in der Nicolaikirche mit Unterstützung des Neuen Leipziger Instrumentalconsorts gejauchzt und frohlockt wird. Mit den Kantaten 1, 4 und 6 hatte sich der fast durchweg sicher agierende Markus Häntzschel dabei eine ungewohnte Auswahl aufs Pult gelegt. Inhaltlich und auch musikalisch funktioniert dies aber, denn jede Kantate ist ein abgeschlossenes Werk.

Die Kantorei Döbeln musizierte am Sonnabend gemeinsam mit dem Neuen Leipziger Instrumentalconsort unter Leitung von Kantor Markus Häntzschel. Quelle: Gerhard Dörner

Auffallend beim aktuellen Jahrgang war, dass Häntzschel auf sehr junge Vokalsolisten setzte und so einen spannenden Kontrast zu den stimmkräftigen 60 Sängerinnen und Sängern der vereinigten Kirchenchöre Leisnig und Döbeln schuf. Teresa Suschke gefiel in „Flößt mein Heiland“ (mit Friederike Brendler als Echo) ebenso wie in „Nur ein Wink von seinen Händen“ mit klarer Intonation. Alexander Bischoff gab einerseits einen klar deklamierenden Evangelisten, andererseits überzeugte er in seinen Arien mit geschmeidig höhensicherem Tenor. Nanora Büttiker und Clemens Heidrich präsentierten sich mit jeweils warmem Timbre. Das „Bereite dich, Zion“ der Altistin und die mit Choralzeilen verschränkten Bass-Rezitative der vierten Kantate wurden so zu wahren musikalischen Perlen.

Von Hagen Kunze

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