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Döbeln Jazzig und mit guten Bilanzen ins neue Jahr
Region Döbeln Jazzig und mit guten Bilanzen ins neue Jahr
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22:54 19.01.2016
Boten einen jazzigen Empfang: The Little Jazzclub aus Freiberg. Quelle: Olaf Büchel
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Region Döbeln

Sie haben recht hohe Altersdurchschnitte. Doch jung, frisch und jazzig starten die drei großen Genossenschaften der Region Döbeln ins neue Jahr. Ihren Empfang am Dienstagabend im Welwel ließen sie mit den Musikpreisträgern „The Little Jazzclub“ aus Freiberg beginnen. Was an Bilanzen folgte, konnte sich ebenfalls hören lassen.

Es war der fünfte Neujahrsempfang, den Raiffeisenhandelsgenossenschaft (RHG) Leisnig-Oschatz, die VR-Bank Mittelsachsen und die Döbelner Wohnungsgenossenschaft Fortschritt gemeinsam ausrichteten. Und alle drei Vorstände präsentierten den zahlreichen Gäste positive Zahlen.

Die größten Neuigkeiten hatte RHG-Chef Horst Franke im Gepäck. „Wir haben zum 1. Januar die Eckehard Schulz Garten-, Forst- und Landtechnik in Schönberg übernommen. Das erschließt uns viele neue Kunden im kommunalen Bereich und auf dem Gebiet des Hausmeisterservice.“ Eckehard Schulz hört aus Altersgründen auf und so führt die RHG Leisnig-Oschatz das Technikcenter Schönberg weiter. Ebenfalls die Waldheimer Region betrifft die zweite Nachricht. Der RHG-Bau- und Gartenmarkt in der Zschopaustadt soll in diesem Jahr umgebaut und modernisiert werden.

Auf 2015 blickt Horst Franke zufrieden zurück. Es gab zwar einen leichten Umsatzrückgang im Geschäft mit den Baustoffen. Doch die Markt-Umsätze stiegen um 5,3 Prozent, in der Oschatzer Filiale sogar um 38 Prozent. In ihren dortigen Markt investierte die RHG über vier Millionen Euro. Im zurückliegenden Jahr konnte der Gesamtkomplex inklusive einer attraktiven Freiluft-Ausstellung fertig gestellt werden.

Zum ersten Mal die 700-Millionen-Euro-Grenze überschritten hat die VR-Bank Mittelsachsen 2015 in der Bilanzsumme. Die konnte gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent gesteigert werden, wie Vorstand Angelika Belletti berichtete. Das Kundenkreditvolumen wuchs um fast zehn Prozent auf 352 Millionen Euro. „Für das Geschäftsjahr 2014 schütteten wir eine Dividende in Höhe von 485 000 Euro an unsere Mitglieder aus. Und wir zahlten eine Gewerbesteuer von 913 000 Euro. Das Geld bleibt also in der Region“, unterstrich Belletti die beeindruckenden Zahlen. Mit 168 Mitarbeitern und neuen Azubis sei die VR-Bank auch ein wichtiger Arbeitgeber in der Region.

Von zum Teil „überbotenen Zielstellungen“ sprach WGF-Vorstand Stefan Viehrig. Der Wohnungsleerstand konnte im vorigen Jahr weiter auf 2,66 Prozent gesenkt werden. Die für einen Vermieter sehr wichtige Mietschuldenquote betrage gute 0,3 Prozent. Schwerpunkte waren das Balkonbau-Programm und die energetische Ertüchtigung von Gebäuden. Insgesamt 2,8 Millionen Euro investierte die Wohnungsgenossenschaft in den Bestand. In diesem Jahr sollen es laut Viehrig noch einmal zwei Millionen Euro sein. Außerdem soll der Umbau der ehemaligen Lenin-Schule starten. Stefan Viehrig verwies darauf, dass bereits einiges für eine größere Barrierefreiheit getan wurde. Aber: „Wir brauchen neue Konzepte. Der Altersdurchschnitt unserer Mieter liegt bei 62 Jahren. Uns liegen 60 Anträge von Bestandsmietern vor, die gern von oberen Geschossen nach unten ziehen möchten.“

Von Olaf Büchel

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