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Jetzt ist es fertig: Neues Döbelner Schlossbergwehr in Betrieb genommen

Anwohner atmen auf Jetzt ist es fertig: Neues Döbelner Schlossbergwehr in Betrieb genommen

Nach etwas mehr als zwei Jahren Bauzeit ist es fertig und in Betrieb genommen worden: Das neue Schlossbergwehr in Döbeln. 5,5 Millionen Euro kostete dieser erste und gleichzeitig größte Bauabschnitt für das Großprojekt, das die Stadt Döbeln zukünftig vor Hochwassern schützen soll, die alle 50 Jahre auftreten.

Knapp 50 Meter breit ist das neue Wehr am Döbelner Schlossberg, das jetzt nach zwei Jahren Bauzeit in Betrieb genommen werden konnte.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln.

Mit dem vollautomatischen Wehr in Döbeln habe man Neuland betreten, berichtet Axel Bobbe, Chef der Landestalsperrenverwaltung (LTV), die für den Bau verantwortlich ist. „Weil die Freiberger Mulde so brutal schnell ist, dass einfach keine Zeit bleibt, um im Notfall jemanden hier her zu schicken, der einen Knopf drücken kann.“ Modernste Pegel sind gebaut und: Der Flutgraben ist wesentlich breiter geworden, als ursprünglich von der LTV geplant. Und zwar auf Initiative der Döbelner, „wir hätten uns kaum gewagt, um zusätzliches kommunales Bauland zu bitten“, lobt Bobbe das Engagement der Stadt, die den breiteren Flutgraben auf Anregung des Döbelners Werner Braun initiierte: „Nicht hoch müsst ihr die Mauern bauen, sondern breiter den Graben.“

Wenngleich mit dem hochmodernen und knapp 50 Meter breiten Klappenwehr ein wichtiger Bestandteil des Hochwasserschutzes für die Stadt Döbeln geschafft und ist, es ist „nur“ der erste Bauabschnitt von vielen weiteren, die folgen. 600 Meter von 6500 Metern Hochwasserschutzmauer sind bereits fertig, in Sörmitz und der Ritterstraße, der Rest muss folgen. Dass das mit Einschränkungen für die Döbelner verbunden ist, steht außer Frage, aktuell sind sie spürbar an der Brücke Bahnhofstraße. Dennoch sei die Bereitschaft der Einwohner, eben jene Einschränkungen in Kauf zu nehmen, groß. Nicht nur Axel Bobbe dankte der Stadt, ihrer Verwaltung, dem Stadtwerbering und den Bürgern dafür, dass man in den letzten Jahren hier „mit Glace-Handschuhen angefasst worden“ sei und stets vernünftig arbeiten konnte. Auch Hans-Joachim Egerer konnte sagen, dass der Hochwasserschutz bei fast allen Döbelner Bürgern, Grundstückseigentümern und Gewerbetreibenden großes Interesse und Akzeptanz findet. Für einige waren die letzten drei Jahre dabei durchaus als Herausforderung zu sehen. Matthias Schmidt etwa, der mit seiner Familie in der Großen Kirchgasse, direkt neben dem Busbahnhof wohnt, ist einfach nur froh, dass es vorbei ist. „Es war eine schwere Zeit, es war ununterbrochen dreckig, es war laut, wir haben unseren Garten nicht nutzen können.“ Allein der Gedanke an den Schutz vor den Fluten, die die Familie wie viele andere zuletzt 2013 ins Unglück stürzten, sei der Grund dafür gewesen, nicht zu intervenieren und auszuhalten.

Intervenieren ist auch ein Thema im Zusammenhang mit den beiden Rückhaltebecken in Mulda und Oberbobritsch, die den Hochwasserschutz für Döbeln komplettieren sollen. Nicht nur Ulrich Kraus vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und in Vertretung von Staatsminister Thomas Schmidt appellierte gestern noch einmal öffentlich, den Bau dieser Becken nicht verhindern zu wollen: „Es ist nicht nachvollziehbar, wenn der Schutz von Leib und Leben durch ideologische Grundsatzdiskussionen in Gefahr gerät.“

Von Manuela Engelmann

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