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Döbeln Joyson-Belegschaft zeigt Rote Karte auf dem Obermarkt
Region Döbeln Joyson-Belegschaft zeigt Rote Karte auf dem Obermarkt
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12:14 09.02.2019
Die Belegschaft des Mockritzer Joyson-Standortes zeigt auf dem Döbelner Obermarkt ihrem Arbeitgeber die Rote Karte. Quelle: André Pitz
Döbeln

Nicht nur der Wind pfiff am Samstag über den Döbelner Obermarkt. Auch die Belegschaft des Mockritzer Standortes von Joyson, die teilweise mit Familie gekommen war, sorgte mit Trillerpfeifen bewaffnet für Stimmung.

Metaller verdeutlichen Konsequenzen

Die IG Metall sucht zusammen mit den Mitarbeitern des Airbag-Zulieferers im Kampf um einen Tarifvertrag und letztlich die Zukunft das Mockritzer Betriebsstandortes die breite Öffentlichkeit. Transparente mit Sprüchen wie „Wir kämpfen für unsere Arbeitsplätze“, „100 Arbeitsplätze, 100 Familien“ und „Erst verkauft, dann verraten“ machten deutlich, dass die Lage ernst und die Stimmung angespannt ist. „Der Personaldirektor soll ruhig sehen, dass die Schließung nicht nur Konsequenzen für euch und euren Job, sondern auch für eure Familien hat“, schwor Gewerkschaftssekretär Steven Kempe die Joyson-Mitarbeiter ein. „Wenn er der Meinung ist, dass 400 Kilometer weit weg sind, sind wir notfalls auch bereit, mit dem Bus rüberzufahren.“

Gewerkschafter wollen noch diesen Monat verhandeln

Nachdem Gewerkschaftsvertreter Mitte vergangener Woche in der Aschaffenburger Firmenzentrale die Forderungen übergaben und zu einem ersten Gespräch zusammenkamen, soll es nun zügig weitergehen. So jedenfalls die Forderung der Metaller. Spätestens Ende der Woche soll Terminklarheit herrschen. „Wir wollen noch im Februar Verhandlungen aufnehmen und nicht erst im Sommer oder wann auch immer es dem Arbeitgeber gefällt“, machte Kempe deutlich. Die Gewerkschafter hoffen verhalten auf einen positiven Verhandlungsverlauf. „Die Entscheidung, ob es in Mockritz weitergeht, soll und kann nicht nur vom Arbeitgeber alleine getroffen werden“, unterstrich Kempe. Die Bereitschaft, den Arbeitskampf mit weiteren Streiks am Werk und mit Aktionen wie auf dem Obermarkt fortzusetzen, ist nach wie vor gegeben.

Von André Pitz

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