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Döbeln Jugendclub "Bronx": Harthaer Stadtrat vertagt Entscheidung
Region Döbeln Jugendclub "Bronx": Harthaer Stadtrat vertagt Entscheidung
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00:28 04.11.2015
Die Zukunft des Jugendclubs "Bronx" hängt weiter in der Schwebe. Die bereits von der Stadt ausgesprochene Kündigung zum 31. Oktober trat in Kraft. Quelle: Oliver Becker
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Hartha

Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) signalisierte bereits zu Beginn, in welche Richtung seine Verwaltung die Reise plant. So habe man Kontakt zu einem Vermieter, der Interesse an einer Vermietung seines Objektes für die Jugendnutzung angemeldet hat. Das soll kommende Woche - auch im Beisein der Jugendlichen - unter die Lupe genommen und erst nach einer Zusage öffentlich gemacht werden.

Eine vorläufige Weiternutzung der Räume auf dem Gelände der ehemaligen Hausschuhwerke ist laut dem Planungsbüro Reichenbach ohne größere Investitionen nicht möglich. Das vor anderthalb Wochen vorgestellte Gutachten der Architekten offenbarte den katastrophalen Zustand der Bronx (die DAZ berichtete). Im Raum steht nun eine Summe von etwa 20.000 Euro, um den Club provisorisch über den Winter zu bringen. Als Fürsprecher dieser Option wollte sich öffentlich niemand in aller Deutlichkeit positionieren. "Meine Empfehlung ist es, kein Geld für ein Provisorium einzusetzen - das ist ein Fass ohne Boden. Diese Summen können wirkungsvoller eingesetzt werden - etwa, um ein anderes Objekt anzumieten.", so Dr. Wolfgang Fichtner (SPD). Nur Stefan Orosz (Die Linke) machte deutlich: "Ich fordere, dass die Stadt alles dafür tut, den kleinen Teil der Bronx über den Winter zu bringen, solange es noch keine Alternative gibt!" Einigkeit herrschte am Ende nur über eines: Den Jugendlichen muss so schnell wie möglich eine Alternative geboten werden.

"Die Entwicklung der Bronx ist über Jahre am Rat vorbeigelaufen. Jetzt sind wir zum Handeln gezwungen.", gibt Hans-Jürgen Gückel (Die Linke) zu Protokoll. Angesichts dieser prekären Lage wird die Bronx noch einmal Thema einer Sonderstadtratssitzung, die nach der Besichtigung der momentan einzig greifbaren Alternative stattfinden soll. Das ist unausweichlich, denn: "Wenn der Anbieter absagt, dann stehen wir wieder bei null", warnt Kämmerin Barbara Müller.

André Pitz

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