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Jugendhaus braucht Brandschutz – Vorstand freut sich über jeden Euro

Roßwein Jugendhaus braucht Brandschutz – Vorstand freut sich über jeden Euro

In diesem Herbst soll es endlich wieder Konzerte im Roßweiner Jugendhaus geben. Bis dahin müssen aber die Brandschutzauflagen erfüllt sein, die das Landratsamt stellt. Bislang fehlte für die Baugenehmigung noch das Lärmschutzgutachten. Das ist jetzt in Arbeit. Woran es auch fehlt: Geld. Jetzt gab es eine Spende über 300 Euro.

Landtagsabgeordneter Falk Neubert bringt 300 Euro aus dem Spendenfonds der Linksfraktion fürs Jugendhaus.

Quelle: obü

Rosswein. In diesem Herbst soll es endlich wieder Konzerte im Roßweiner Jugendhaus geben. Bis dahin müssen aber die Brandschutzauflagen erfüllt sein, die das Landratsamt erteilt hat. Bislang fehlte für die Baugenehmigung noch das Lärmschutzgutachten. Das gilt als Formalie – weil sich das Jugendhaus an der Goldbornstraße in einem Mischgebiet befindet – und das Gutachten ist jetzt in Arbeit. Woran es mangelt: Geld für die Sanierung. Jetzt gab es immerhin eine Spende über 300 Euro.

„Sponsoren sind immer herzlich willkommen“, sagt Karolina Kempe (33), Vorsitzende des Jugendhausvereins. Denn den ersten Bauabschnitt, die Brandschutzertüchtigung des Veranstaltungssaals im Erdgeschoss, muss der Verein mit eigenen Kräften stemmen, das heißt mit Eigenleistungen und Mitteln aus der Jugendhaus-Kasse. Für den Kauf von Baumaterial ist da noch Geld drin, das bei Benefiz- und Open air-Konzerten im vergangenen Jahr eingenommen wurde. Doch weit reicht das nicht. Karolina Kempe und Vorstandsmitglied Isabel Spickenreuther (34) freuten sich deshalb über die 300-Euro-Spende, die Falk Neubert am Freitagvormittag für die anstehende Baumaßnahme übergab. „Unsere Fraktion hat einen Spendenfonds für soziale Projekte. Davon soll nun auch das Roßweiner Jugendhaus etwas profitieren“, sagt der Landtagsabgeordnete von den Linken.

Säulen und Träger im Konzertsaal müssen verkleidet, eine Notausgangstür eingebaut werden. Nach diesen Arbeiten steht noch die Renovierung des großen Raumes an. „Eigentlich haben auch die Sanitäranlagen im Erdgeschoss eine Modernisierung nötig. Doch der Brandschutz geht vor, das Geld müssen wir nun erst einmal dafür ausgeben“, sagt Isabel Spickenreuther. Zum Brandschutz gehört auch eine gesicherte Feuerwehrzufahrt. Damit diese gewährleistet ist, muss die Skater-Rampe auf die andere Hofseite verschoben werden. Da diese Rampe einiges wiegt, kein leichtes Unterfangen.

Nach drei im Sommer geplanten Open air-Veranstaltungen auf dem Freigelände des Jugendhauses, sollen ab Herbst dann endlich wieder Konzerte im Gebäude möglich sein. „Wir wollen eine Teilgenehmigung für bis zu 200 Besucher erreichen. Die Einnahmen aus den Konzerten brauchen wir dringend, um Betriebskosten und soziale Projekte des Vereins zu finanzieren“, erklärt Karolina Kempe.

Für die Brandschutzsanierung des ersten Obergeschosses hofft das Jugendhausteam auf Fördermittel, die über den Klosterbezirk Altzella beantragt werden sollen. „Der Papierkram dafür ist leider ein wahnsinniger Aufwand. Das erledigt der Vereinsvorstand und der ist ehrenamtlich tätig“, sagt Isabel Spickenreuther. Die beiden neuen hauptamtlichen Sozialarbeiter, die sich in eine Stelle teilen, sollen damit nicht zusätzlich belastet werden. Sie sollen die soziale Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen absichern, die in der Woche außer freitags wieder täglich ihre Freizeit in der Einrichtung verbringen können.

Noch eine gute Nachricht ist, dass es dem Verein gelungen ist, den Nutzungsvertrag für das Domizil an der Goldbornstraße mit dem Gebäudeeigentümer zu verlängern. Mindestens zwei weitere Jahrzehnte steht das Objekt für die Roßweiner Jugend zur Verfügung.

Öffnungszeiten Jugendhaus Roßwein: Mo.,Mi., Do. 12 bis 16 Uhr; Di. 12 bis 19 Uhr (mit Jugend kocht für Jugend)

 

Von Olaf Büchel

Rosswein, Goldbornstraße 51.0634246 13.1741523
Rosswein, Goldbornstraße
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