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Jugendliche suchen erwachsene Mitstreiter für Leisniger Bahnhofsverein

Verein für Bahnhof Jugendliche suchen erwachsene Mitstreiter für Leisniger Bahnhofsverein

Einige Jugendliche um Vicky Rennert würden einzelne Räume des Leisniger Bahnhofs gerne nutzen. Für die Gründung eines Vereins, mit dem Eigentümer Erwin Feurer einen Pachtvertrag abschließen würde, fehlen aber noch erwachsene Mitstreiter. Jüngst wurde zur Bahnhofsbegehung eingeladen, um genau solche Personen zu finden.

Bahnhof Leisnig in Dornröschenschlaf. Junge Leute wollen bald einen Raum nutzen.

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig..  

Der Leisniger Bahnhof von innen – wie sieht er wohl aus? So wie außen, so hat er innen einen gewissen maroden Charme. Davon haben sich jüngst zehn Leisniger auf Einladung von Rinaldo Meier überzeugt, dem Initiator des Leisniger Stammtisches. Dabei war die Neugier am aktuellen Bahnhofs-Innenleben bei den meisten Besuchern offensichtlich größer als der Drang danach, in den Räumen selbst aktiv zu werden. Letzteres war das eigentliche Anliegen des Vor-Ort-Treffens: Es werden Mitstreiter gesucht, die auf der Basis eines Vereins wieder Leben in das alte Gemäuer bringen wollen.

Vicky Rennert hat von allen Anwesenden am meisten Überzeugungskraft und glaubt fest daran, dass der Leisniger Bahnhof einmal eine Art Jugendtreff beherbergen könnte. Die 17-Jährige ist mit vor Ort und schildert, dass sie auch junge Leute hinter sich hat, die Feuer und Flamme sind wie sei selbst. „Ohne mindestens sieben Erwachsene, die den Verein mit gründen, geht es aber nicht“, sagt sie. Und vier würden noch gebraucht.

Zehnjahres-Pachtvertrag angeboten

Dafür wirbt auch Markus Leusser. Der Leisniger hatte zu der jüngsten Besichtigung die Schlüsselgewalt, und sich mit dem Bahnhofseigentümer Erwin Feurer abgesprochen, Interessierte durch den Bahnhof zu führen. Damit es für etwaiges Leisniger Engagement für den Bahnhof endlich vorwärts geht, räumt Feurer einem Verein, der dort die Regie übernimmt, einen Pachtvertrag über zehn Jahre ein. Der solle im Grundbuch eingetragen werden. Leusser dazu: „Es ist schon klar, dass die Menschen, die hier im Bahnhof im Rahmen des Vereins Räume nutzen und dafür herrichten, eine gewisse Sicherheit haben möchten, dass sie hier länger bleiben können. Dies ist damit gegeben.“ Feuer will zudem nur einen Euro pro Quadratmeter Miete nehmen – ein ordentlicher Vertrag solle schon her – und das Geld auch gleich wieder an den Verein zurückspenden.

Leusser war in den vergangenen Monaten von Feurer mit einigen Sanierungsarbeiten an dem Gebäude betraut worden, hat Dach und einen Balkon saniert. Leusser ist derzeit aus beruflichen Gründen länger nicht in Leisnig und hätte für die Zeit seiner Abwesenheit die Bemühungen gern in die Hände von jemand anderem gelegt, damit sich über die Sommermonate etwas tun kann. Er selbst sei erst wieder im Herbst in Leisnig.

Station für Jugendliche und Fahrgäste

Leusser sagt: „Aus den Leuten, die irgendwelche Bedenken haben, könnte ich gleich drei Vereine gründen.“ Unter den jungen Leuten selber sieht er großes Potenzial und den Willen, sich zu engagieren. Ein kleines Café könnte in der großen Wartehalle entstehen. Ab Freitag und übers Wochenende könnte offen sein, sowohl für die jungen Leute um Vicky Rennert also auch für Gäste, die auf einen Zug warten und eine Tasse Kaffee trinken würden.

Gemeinsam mit Freunden, die ebenfalls Interesse signalisieren, hat sie bereits diverse kleine Veranstaltungen in beziehungsweise am Bahnhof organisiert. Da wurde gegrillt, und am 8. Mai gab es einen kleinen Kuchenbasar. Zum Blütenfest hatten die jungen Leute im Vorfeld mit Handzetteln dafür geworben. Vicky Rennert sagt, ihre Mutter habe zugesagt, ihr für die Vereinsgründung zur Seite zu stehen. Markus Leusser hofft ebenfalls auf Erwachsene aus dem Umfeld der Jugendlichen. Ein Verein ist aus verschiedenen Gründen innerhalb des angestrebten Konzeptes ein zentraler Punkt, nicht nur bezüglich des Nutzungsvertrages. Auch stünden im Rahmen des Förderprojektes „Landaufschwung“ Fördermöglichkeiten in Aussicht – sofern ein Verein dahinter steht.

Lichtblick, dass sich Erwachsene finden

Unter den Bahnhofsbesuchern war jüngst neben Leusser auch Rinaldo Meier vom Leisniger Stammtisch, außerdem Mitglieder aus dem Geschichts- und Heimatverein Leisnig und vom Gewerbe- und Verkehrsverein. Ob nicht auch die Variante denkbar wäre, die jungen Bahnhofsfreunde in einer Arbeitsgruppe Bahnhof in den Geschichts- und Heimatverein zu integrieren? Siegfried Bretsch, Vorsitzender vom Heimatverein: „Ich als Vorsitzender sage dazu erst einmal nichts.“ Er verweist darauf, dass er sich dazu mit dem Vorstand abstimmen müsse.

Insgesamt wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass alle Leisniger, die sich in einem Vereine engagieren und tatsächlich aktiv sind, damit auch ausgelastet seien. Markus Leusser sieht in der jüngsten Zusammenkunft dennoch ein gewisses Initial: „Interesse für den Bahnhof ist da. Wir können alle gemeinsam dafür werben, dass es mit genug erwachsenen Leisnigern zu der Vereinsgründung kommt, damit die jungen Leute hier ein Betätigungsfeld finden.“ Zu dem Treff am Bahnhof hatte Rinaldo Meier eingeladen. Einmal monatlich organisiert er den Leisniger Stammtisch. Für das Monatstreffen im Mai hatte er sich den Bahnhof vorgenommen.

Von Steffi Robak

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