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Just feiert in Hartha 60. Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür

Jubiläum Just feiert in Hartha 60. Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür

Just ist seit 60 Jahren auf dem Natursteinmarkt aktiv und ein echtes Harthaer Urgestein. Bis heute ist das Unternehmen in Familienhand. Am Sonntag werden die Produktionshallen mit imposanter Maschinerie auch für Interessierte geöffnet.

Seit 60 Jahren in Familienhand: Just mischt von Hartha aus den Natursteinhandel auf.

Quelle: Sven Bartsch

Hartha. „Wir haben ein riesiges Sortiment an Natursteinen. Die Menschen können sich überhaupt nicht vorstellen, was es alles für Sorten gibt und was damit alles gemacht werden kann“, hält Harald Just mit Stolz fest. Und genau deshalb lädt die Firma Just am Sonntag von 10 bis 16 Uhr alle Interessierten ein, einen Blick in die vier Produktionshallen des Unternehmens mit Ursprung und Hauptsitz in Hartha zu werfen. „Da können die Leute sehen, wie imposant es sein kann, wenn die Maschinen aus bis zu 30 Tonnen schweren Blöcken dünne Platten schneiden“, erklärt Harald Just, der heute den Familienbetrieb gemeinsam mit seinem Bruder Steffen, seiner Schwester Heike und ihrem Mann Mirko führt. Am Sonntag werden sie vor Ort sein, um Fragen zur Produktion und den zahlreichen Natursteinvarianten zu beantworten.

Der Tag der offenen Tür soll jedoch nicht nur Einblick in eine echte Harthaer Erfolgsgeschichte gewähren, sondern auch ein Jubiläum gebührend feiern. Seit 60 Jahren ist das Unternehmen nun schon am Markt. Zur Wende bewies Firmengründer Heinrich Just den richtigen Riecher. So konnte Just bereits zur Einheit mit einer Säge glänzen, die Platten bis 15 Zentimeter Dicke schneiden konnte. „Das hatte im Umkreis von 50 Kilometern niemand. Und so kam eins nach dem anderen und es ging immer weiter“, handelt Harald Just die Erfolgsgeschichte im bescheidenen Schnelldurchlauf ab. Heute importieren die Natursteinprofis Materialen aus etwa 30 Ländern. „Zurzeit kommen wöchentlich acht Lastzüge mit jeweils 25 Tonnen Material aus Italien bei uns an“, rechnet Just beispielsweise vor. Brasilien, Spanien, Portugal, Griechenland, Norwegen, China, Indien – die Liste der Ursprungsländer der in Hartha gehandelten Natursteine ist lang. „Der Markt entwickelt sich erfreulicherweise ganz gut“, meint Harald Just. „Naturstein wird immer öfter eingesetzt. Die Leute nehmen sich mittlerweile mehr Zeit, bekommen dadurch mit, was eigentlich alles möglich ist und kaufen nicht mehr die billigsten Platten aus dem Baumarkt.“ Von diesem Umdenken profitiert auch Just. Erst im vergangenen Jahr expandierte das Unternehmen in Hartha um weitere 2 500 Quadratmeter. Heute schmückt das Firmengelände ein neues Design- und Schulungszentrum, dessen Inneres im Erdgeschoss bereits fertiggestellt wurde und mittlerweile dazu genutzt wird, die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche von Naturstein zu präsentieren. Verschiedenste Verarbeitungsbetriebe und etwa Architekten nutzen die Räumlichkeiten schon für Seminare.

Der Erfolg macht es Just möglich, in Hartha 70 und insgesamt 115 Mitarbeiter zu beschäftigen. Auch die Familientradition kann fortgeführt werden. Mittlerweile sind auch Harald Justs Tochter Karla als Steinmetzmeisterin und Neffe Sebastian als studierter Betriebswirt mit in das Unternehmen eingestiegen. Momentan bildet Just außerdem vier Lehrlinge aus, die Bürokaufmann, Steinmetz und im Logistik-Bereich lernen. „Alle bekommen bei uns eine gute Ausbildung“, so Harald Just. „Gerade, wenn sie hier aus der Region kommen, versuchen wir sie auch nach der Ausbildung zu übernehmen.“ Immerhin würde der Betrieb auch viel in die Auszubildenden investieren. Insgesamt sei es laut Just um den Nachwuchs jedoch nicht so gut bestellt: „Es gibt einfach zu wenig. Ich vermute, viele interessieren sich einfach nicht mehr genug für Berufe, bei denen man auch körperlich arbeiten muss.“ Vielleicht lässt der Tag der offenen Tür am Sonntag neues Interesse beim potenziellen Nachwuchs aufkommen.

Von André Pitz

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