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Kabarett in Döbeln: Scheiße, ist das schön

Kabarett in Döbeln: Scheiße, ist das schön

Heiland, so sein Künstlername, hat zehn Jahre lang in einer Psychatrie gearbeitet, war danach Leistungssportler und schrieb Fragen für "Wer wird Millionär.

Christian Heiland alias C. ..?" Aus diesem breiten Erfahrungsschatz konnte er dem Publikum am Samstagabend im Café Courage mit seinem Soloprogramm "Scheiße, ist das schön" einiges mitgeben.

In dem zweistündigen Programm führte er die Zuschauer durch die Welt des C. Heiland - führte psychologische Studien durch, flirtete mit dem Publikum, würgte eine Plüschente und sang Geburtstagsständchen und Schlager. Seine Betrachtungsweise: zuweilen nüchtern depressiv, zuweilen ironisch verklärend, zwischen selbstzweifelnd und selbstbewusst. Der Mann mit der tiefen klangvollen Stimme zeigte in seinem Auftritt vor allem eines: dass er über sich selbst lachen kann. Egal, ob das eigene Künstlerdasein oder die Vita zwischen seinem Geburtsort Castrop-Rauxel im Ruhrgebiet und seinem heutigen Wohnort Berlin - scharfzüngig nimmt er so gut wie alles aufs Korn.

Seinen Gesang begleitet er dabei auf der Omnichord. Dieses aus Asien stammende elektronische Musikinstrument war in den Achtziger Jahren recht populär und ermöglicht über Tasten Rythmen, Grundtöne und Akkorde. Ein berührungsempfindlicher Sensor kann außerdem Töne ähnlich einer Zither erzeugen.

Trotz seiner Beteuerung, jeder könne dieses Instrument innerhalb einer Woche beherrschen, ist sein ganzes Programm ungemein virtuos. Da haben musikalische Früherziehung und Akkordeonorchester scheinbar doch gefruchtet. So ist der Heiland im Namen nicht gerade christlicher Natur, aber durchaus als Bewahrer des Omnichords zu verstehen.

In Döbeln war der Künstler nun schon zum zweiten Mal und hatte diesmal künstlerische Unterstützung dabei: Tilman Claas. Der Jungkünstler greift statt zum Omnichord lieber seine Gitarre. Er möchte einmal ein Schuft statt nur der süße Junge sein. Nach stürmischem Applaus und zwei Zugaben kommen die rund 50 Zuschauer noch einmal voll auf ihre Kosten. Ein Duett der beiden Künstler rundet das Programm ab: Scheiße, ist das schön!

Judith Sophie Schilling

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