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Döbeln Kalkulation fehlt, Zukunft offen: Abwasserverband Leisnig in Turbulenzen
Region Döbeln Kalkulation fehlt, Zukunft offen: Abwasserverband Leisnig in Turbulenzen
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00:35 14.06.2015
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"Die fehlende Kalkulation ist ein Novum", sagt Fred Gerrit Griepernau von der OEWA Döbeln.

Griepernau sagt auch: "Es muss dringend eine politische Entscheidung fallen, wohin sich der Abwasserzweckverband Leisnig orientiert, damit das ab Januar 2016 geklärt ist." Warum es noch keine Gebührenkalkulation gibt, liegt an der ungewissen Zukunft des Leisniger Abwasserzweckverbandes: Im Februar 2014 hatte der Verband mit seinem Vorsitzenden Tobias Goth (CDU) die Geschäftsbesorgung übergangsweise an die Oewa Wasser und Abwasser GmbH übergeben. Dieser Vertrag läuft bis 31. Dezember. Der Fortbestand beziehungsweise die Fusion des Leisniger Verbandes mit einem Nachbarverband steht unvermeidlich für Januar 2016 ins Haus. Die Nachbarverbände Waldheim und Döbeln-Jahnatal basieren jedoch auf verschiedenen Finanzierungssystemen - gebührenfinanziert in Waldheim sowie Leisnig, beitragsfinanziert beim ebenfalls potenziellen Fusionspartner Döbeln-Jahnatal. Das ließe sich im Fall einer Fusion nicht problemlos zusammenführen. Eine Gebührenkalkulation für Leisnig für 2015 bis 2017 bis ist unter diesen Umständen nicht möglich.

Die gute Nachricht für die Leisniger Anschlussnutzer: Sie müssen keine erdrutschartigen Gebührenveränderungen befürchten. Der gestrige Beschluss beim Abwasserzweckverband besagt: Für den Wirtschaftsplan für 2015 wird angenommen, dass die Gebührenstruktur im neuen, schon laufenden Abrechnungszeitraum so bleibt wie 2011 bis 2014.

Zwar entstand beim Abwasserzweckverband Leisnig 2014 ein Jahresverlust von 7643 Euro. Doch dafür wird nicht direkt den Bürgern in die Tasche gegriffen. Das muss aus den Stadthaushalten der Kommunen kommen. Leisnig sowie Hartha teilen sich in diese knapp 8000 Euro hinein nach einem Einwohnerschlüssel. Für Hartha bleibt der zu zahlende Anteil vergleichsweise klein, da nur die Einwohner beziehungsweise Abwasserproduzenten in den Gersdorfer Ortsteilen gezählt werden. Die anderen Harthaer Anschlussnehmer gehören zum Abwasserzweckverband "Untere Zschopau", Sitz Waldheim.

Die Rechtsaufsichtsbehörde beim Landratsamt Mittelsachsen hatte dem am 9. April schon einmal verabschiedeten Wirtschaftsplan des Abwasserzweckverbandes nicht zugestimmt und Nachbesserungen verlangt. Neben dem Thema Gebührenkalkulation musste beim den Laufzeiten für Abschreibungen nachgebessert werden. Der neu beschlossene Plan wird nun erneut der Rechtsaufsicht vorgelegt. © Kommentar

Robak, Steffi

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