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Kalkwerke Ostrau erschließen neues Abbaufeld

Baustart ab 2019 Kalkwerke Ostrau erschließen neues Abbaufeld

Die Kalkwerke Ostrau wandern mit ihrem Abbaugebiet weiter in Richtung Nordwesten. Ab 2019 soll hier ein neues zehn bis 15 Hektar großes Feld erschlossen werden. Dafür werden schon jetzt die Vorbereitungen getroffen. Wo bald Acker für den Abbau verschwindet, rekultiviert das Unternehmen anderswo neue Flächen.

Die Kalkwerke-Geschäftsführer Ulrich Horn (r.) und Ulrich Dürasch bereiten die Erweiterung des Abbaufeldes ab 2019 vor.

Quelle: Fotograf Sven Bartsch

Ostrau. In den Kalkwerken Ostrau wurde in den vergangenen sechs Jahren fleißig gearbeitet: Schneller als gedacht ist das 2011 erschlossene Abbaufeld im Norden des Betriebsgeländes ausgebeutet worden. Das liegt auch daran, dass die Kalkschicht dünner war, als im Voraus berechnet. Daher planen die Kalkwerke-Geschäftsführer Ulrich Dürasch und Ulrich Horn schon jetzt die nächste Erweiterung. Nordwestlich der bisherigen Abbaugrenze in Richtung Pulsitz wird ein neues, rund zehn bis 15 Hektar großes Abbaugebiet erschlossen. Die Vorbereitungen müssen schon jetzt beginnen, damit 2019 dort wirklich Kalk abgebaut werden kann.

„Wir haben mit der Gemeinde gesprochen, weil ein temporärer Weg über das Feld verlegt werden muss“, sagt Ulrich Horn. Seit der letzten Erweiterung des Gebietes führt ein rund 400 Meter langer Wirtschaftsweg über das angrenzende Feld. Der neue Weg soll rund 550 Meter lang sein und benötigt etwa 4300 Quadratmeter Fläche. Der Ostrauer Gemeinderat hatte in seiner Sitzung im Januar bereits der Entwidmung des jetzigen Weges zugestimmt.

Doch bevor die Arbeiten beginnen können, ist die Grundstücksfrage zu klären. Dabei hat das Unternehmen eine feste Vorgehensweise: „Wir kaufen Ackerflächen von Grundbesitzern, dann wird der Abraum abgetragen und unmittelbar dahinter genauso wieder verkippt“, erklärt Ulrich Dürasch. Die so entstehenden Flächen werden zum Großteil als Ackerflächen verpachtet, der Rest dient zur Schaffung neuer Wälder und Naturschutzgebiete.

Im Laufe dieses Jahres wollen die Kalkwerke-Chefs den Zugriff auf die benötigten Grundstücke gesichert haben. Denn nur damit erteilt auch das Sächsische Oberbergamt die Genehmigung für den Abbau. Dort muss für die Erweiterung ein neuer Hauptbetriebsplan beantragt werden, der alle Fördergebiete sowie Zufahrtswege beinhaltet. Der alte Plan läuft Ende 2018 aus, dann muss der neue gelten, um nahtlos weiterarbeiten zu können. So ist auch der Plan: Ab 2019 soll auf dem neuen Feld gearbeitet werden können.

Im Durchschnitt 1,5 Hektar Fläche wird pro Jahr bearbeitet. Das neue Feld wird je nach Dicke des Kalkvorkommens rund acht bis zehn Jahre lang ausgebeutet. 45 bis 50 Meter tief graben sich die Bagger dafür in den Boden. Ungefähr die gleiche Fläche wird zugleich wieder verkippt. So bleibt das Abbaugebiet immer bei etwa 60 Hektar Gesamtgröße. „Im Idealfall ist der Tagebau ein wanderndes Loch in der Landschaft, das Schritt für Schritt wieder aufgefüllt und rekultiviert wird“, sagt Ulrich Dürasch.

Ewig werde es auch in Ostrau keinen Kalkabbau geben. „Das Ende ist absehbar – geologisch und vom Bergwerkseigentum her“, erklärt Ulrich Horn. Anfang der 1980er Jahre habe man durch eine geologische Erkundung die Lagerstätte vermessen. Rund 160 Hektar umfasst demnach das Bergwerkseigentum, welches gänzlich unter Ackerfläche liegt und dadurch ohne Schaden für umliegende Orte ausgebeutet werden kann. „60 bis 80 Jahre reicht die Lagerstätte noch“, meint Horn. Rund 300 000 Tonnen werden pro Jahr aus der Erde geholt – von den Kalkwerken Ostrau seit 1949, grundlegend hier schon seit 800 Jahren. Das Unternehmen ist mit seinem hochwertigen Düngekalk das einzige seiner Art in Sachsen und ohne Konkurrenz bis Gera und Berlin. Im bundesdeutschen Vergleich gehört das Unternehmen dennoch zu den kleineren: Anderswo werden bis zu einer Million Tonnen pro Jahr gefördert.

Von Sebastian Fink

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