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Döbeln Kalter Februar bringt mehr Arbeitslose
Region Döbeln Kalter Februar bringt mehr Arbeitslose
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17:03 29.02.2012

"Der Wintereinbruch im Februar ist zu spüren", sagte gestern Marlies Hoffmann-Ulrich zur monatlichen Pressekonferenz. Die Chefin der Arbeitsagentur Oschatz betonte jedoch im gleichen Atemzug, dass der Anstieg der Erwerbslosigkeit moderater als in den Vorjahren ausgefallen sei. Für die Region Oschatz heißt das: Ende Februar waren 13,5 Prozent aller Erwerbsfähigen ohne Job, ein Jahr zuvor lag diese Quote noch bei 14,3 Prozent.

Das Stellenangebot war im Februar schlechter als ein Jahr zuvor. In der Region Oschatz boten Zeitarbeitsfirmen 26 Stellen, das verarbeitende Gewerbe 16 Stellen und der Handel elf Stellen an. Die Agenturchefin Hoffmann-Ulrich geht jedoch davon aus, dass sich der schwächelnde Stellenmarkt wieder erholt. "Nach Ostern wird es eine Frühjahrsbelebung geben", prognostiziert sie und hofft darauf, dass in diesem Jahr eine einstellige Erwerbslosenquote erreicht werden kann.

Diese Hoffnung schöpft die Agenturleiterin auch aus dem Zuwachs an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seit dem Jahr 2009. Im gesamten Agenturbezirk Oschatz, der die Geschäftsstellen Oschatz, Torgau, Döbeln, Wurzen und Grimma umfasst, ist die Zahl der Beschäftigten in diesem Zeitraum um knapp 2500 auf aktuell 103 814 gestiegen. Allein im Zeitraum von 2010 bis 2011 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 1,2 Prozent (ohne Auszubildende). Laut Pressesprecher Volkmar Beier hat besonders die Altersgruppe über 50 Jahre von dem Stellenzuwachs profitiert, der vor allem im verarbeitenden Gewerbe und in der Zeitarbeitsbranche stattgefunden hat. Ein Alter über 50 Jahre sei "in keiner Weise mehr ein Türschließer", kommentierte Agenturleiterin Hoffmann-Ulrich diese Entwicklung. Bisher sei es für Erwerbslose über 50 Jahre schwierig gewesen, wieder eine Beschäftigung zu finden. Aufgrund der demografischen Entwicklung und der Wirtschaftskonjunktur habe sich die Altersbarriere aber nach hinten verschoben - in Richtung 60 Plus.

Der Beschäftigtenzuwachs ist nach Einschätzung von Michaela Ungethüm, Geschäftsführerin des Jobcenters Nordsachsen, auch durch eine Kursänderung bei der Förderung möglich geworden. "Wir verwenden unsere Mittel jetzt vorrangig für den Eintritt in den ersten Arbeitsmarkt", sagte sie. Die Bezieher von Arbeitslosengeld II würden zum Beispiel für den Wiedereinstieg ins Berufsleben qualifiziert oder mit einem Eingliederungszuschuss in Beschäftigung gebracht.

Frank Hörügel

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