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Döbeln Kamelienhaus Wolfstal: 3000er Besucher-Marke geknackt
Region Döbeln Kamelienhaus Wolfstal: 3000er Besucher-Marke geknackt
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13:57 06.04.2018
Kamelie in Roßwein. Quelle: Olaf Büchel
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Rosswein

Eine gute Kamelien-Saison 2017 ist Sonntagnachmittag im Roßweiner Wolfstal zu Ende gegangen. Die Marke von 3000 Besuchern ist deutlich überschritten. „Wir haben diesmal 3100 Besucher gezählt und sind sehr zufrieden damit“, sagte Richard Thiele vom Heimatverein. Die Heimatfreunde konnten in diesem Jahr viele Gäste aus dem Leipziger Raum begrüßen, aber auch aus dem Erzgebirge, aus Offenbach und sogar aus England.

Zahlreiche Pflanzenliebhaber hatten sich auch am letzten Öffnungstag des Jahres bei herrlichem Sonnenschein auf dem Weg gemacht, um die Blütenpracht im Gewächshaus zu bestaunen. „Wir kommen aus Zwenkau und haben in letzter Zeit schon andere Kamelien-Orte, wie Pirna-Zuschendorf oder Pillnitz, besucht. Diesmal ist Roßwein an der Reihe“, sagte Lia Werner, die mit ihrem Mann und einer Freundin zu den ersten Gästen an diesem Sonntag gehörte. Auch wenn schon unzählige Blütenblätter von den Sträuchern herabgefallen sind auf den Boden – die Zwenkauer waren beeindruckt von der Kamelien-Vielfalt und der Farbenpracht, die im Wolfstal auf relativ engem Raum zu bewundern sind.

Stadtgärtner Ingolf Kirschstein hat für dieses Roßweiner Phänomen die Zahlen parat: „Im Januar zur Saisoneröffnung waren wir mit 28 verschiedenen Blüten gestartet, zur Spitzenzeit waren 67 verschiedene Blüten zu sehen, jetzt sind es immerhin noch 63.“ Kirschstein spricht von verschiedenen Blüten und nicht Kamelien-Sorten. Denn die Blüten der einzelnen Sorten unterscheiden sich noch einmal, zum Beispiel in Farbe oder Fülle.

Fest eingepflanzt sind im Wolfstal-Gewächshaus mittlerweile 17 Kamelien, bei den anderen handelt es sich um Kübelpflanzen. Wegen ihrer ungewöhnlichen und kräftig roten Blüten gehören die Sorten Kuro tsubaki und Lipstick zu den aktuellen Favoriten Kirschsteins.

Nicht nur mit der Zahl der Besucher – im vorigen Jahr waren es mit rund 2200 deutlich weniger, sondern auch mit deren Spendenbereitsschaft zeigt sich die Vorsitzende des Roßweiner Heimatvereins, Martina Thiele, zufrieden. Die Vereinsmitglieder sicherten an den zurückliegenden Wochenenden und bei Sonderführungen die Öffnungszeiten des Kameliehauses ab und konnten sich dabei über manchen Spenden-Euro freuen. „Wir nehmen ja nach wie vor keinen Eintritt. Doch die Besucher sehen, dass am Gewächshaus wieder etwas passiert ist und da geben sie auch gern etwas“, erklärt Martina Thiele. Für rund 11 000 Euro aus den Einnahmen konnte der Verein im vergangenen Jahr einen Teil des Daches und den Giebel erneuern lassen.

Von Olaf Büchel

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