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Döbeln Kampfmittelsucher „röntgen“ Baugrund in Waldheim
Region Döbeln Kampfmittelsucher „röntgen“ Baugrund in Waldheim
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20:43 22.01.2016
X Quelle: BARTSCH
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Waldheim

Der am Montag abgestürzte Bagger war für eine Spezialfirma im Einsatz, die die Baustelle der Kriebsteiner Straße nach Kampfmitteln untersucht: Bomben, Granaten, Patronen und andere brisante Übrigbleibsel aus dem 2. Weltkrieg.

„Bisher wurden keine Kampfmittel gefunden“, teilt Isabel Siebert, Pressesprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), auf Nachfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung mit. Ein Ergebnis, das nicht überrascht. „Mir sind keine Kampfhandlungen in Waldheim bekannt“, sagt der Ur-Zschopaustädter und heimatgeschichtlich bewanderte Albrecht Bergmann. „Die Russen marschierten von Döbeln über Meinsberg in Waldheim ein, von der anderen Seite kamen die Amerikaner, man traf sich auf der Brücke und der Krieg war vorbei“, sagt Albrecht Bergmann.

Baufeld muss frei von Kampfmitteln sein

Ohne Kämpfe keine Kampfmittel – ist der ganze Aufwand mit Bohrgerät jetzt eigentlich notwendig? Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert: „Im Zuge der Planung wurde geprüft, ob ein Verdacht für Kampfmittel vorliegt. Bei den hier betroffenen Flächen des Baufeldes handelt es sich nicht um ein Verdachtsgebiet. Für Gründungsarbeiten ist es unsere Pflicht, dem Baubetrieb ein kampfmittelfreies Baufeld zu übergeben. Deshalb wurden bei dieser Baumaßnahme entsprechende Arbeiten zur Kampfmittelsondierung beziehungsweise der Beseitigung von uns veranlasst.“

Die vom Lasuv beauftragte Spezialfirma setzt Probebohrungen im Baufeld. In der Regel kommt dann ein geomagnetisches Verfahren zum Einsatz. In die Bohrlöcher kommen Sonden. Diese liefern dann die Daten, welche metallischen Gegenstände sich in einem Baufeld befinden. Man könnte auch sagen, die Kampfmittelsucher röntgen den Erdboden. Falls sie dabei etwas finden, tritt der Kampfmitteldienst der Sächsischen Polizei auf den Plan. Der entscheidet dann über das weitere Vorgehen.

Soweit kam es auf der Straßenbaustelle in Waldheim nicht. Hier sorgte lediglich der Baggerabsturz am Montag für Schlagzeilen. Zum Glück gab es dabei keine Verletzten.

Von Dirk Wurzel

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