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Döbeln Kaufangebot stößt auf wenig Gegenliebe: Waldheimer Stadtdrat lässt Küpper abfahren
Region Döbeln Kaufangebot stößt auf wenig Gegenliebe: Waldheimer Stadtdrat lässt Küpper abfahren
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Mit Hans Rolf Küpper macht Waldheim erstmal keine Geschäfte. Das beschloss der Stadtrat am Donnerstag einstimmig und lehnte das Kaufangebot des Ex-Vorsitzenden der IG Kleinbahn Waldheim-Kriebstein für das Bahngelände in Unterrauschenthal einstimmig ab. Quelle: Dirk Wurzel
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Waldheim

Einstimmig abfahren lassen – das haben die Waldheimer Stadträte auf ihrer Sitzung am Donnerstag mit Hans Rolf Küpper getan und dessen Kaufangebot für das Bahngelände in Unterrauschenthal abgelehnt. Der ehemalige Vorsitzende der mittlerweile insolventen IG Kleinbahn Waldheim-Kriebstein wollte das Grundstück für 5000 Euro von der Stadt zurückkaufen und dem Verein der Waldheimer Eisenbahnfreunde ein Nießbrauchsrecht einräumen.

Als Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) dies auf Nachfrage des SPD-Stadtrates René Michael Röder noch einmal erklärte, ertönte leises Gelächter. Im Zuge der Insolvenz der IG war Waldheim an das Bahn-Areal und große Teile der Strecke gekommen, hatte das aus der Insolvenzmasse gekauft. Seitdem überlässt die Stadt das Bahngrundstück den Waldheimer Eisenbahnfreunden um Andreas Lässig, die dafür kämpfen, wieder Zugverkehr auf die Trasse zu bekommen. In einer Woche haben die Eisenbahnfreunde die Feldbahner des Sächsischen Eisenbahnmuseums Chemnitz-Hilbersdorf zu Gast, die Lok und Wagen mitbringen und zwischen zwei Bücken fahren – der Lindenhofbrücke (Krummer Hund) und der in Kriebethal. Weiter geht es nicht, weil der Krumme Hund gesperrt ist. Die Stadt hat ein Gutachten in Auftrag gegeben und hofft, den denkmalgeschützten Krummen Hund mit Fördergeld wieder auf Vordermann bringen zu können, sagt Steffen Ernst.

Den Beschluss im Stadtrat kommentierte er so: „Das ist eine 100-Prozent-Entscheidung, bei der DAZ waren es 95 Prozent.“ Mit seinem Kaufangebot lockt Hans Rolf Küpper nämlich auch außerhalb des Waldheimer Stadtrates so gut wie niemanden hinter dem Ofen hervor. Dieses Bild zeigt eine Umfrage der DAZ im Internet, die nicht repräsentativ ist. Die Nutzer konnten einer von folgenden Aussagen zustimmen: „Man sollte Hans Rolf Küpper noch eine Chance geben. Die Stadt soll das Bahn-Grundstück in Unterrauschenthal an ihn verkaufen“ oder „Bei der Vorgeschichte mit dem vielen Zank sollte die Stadt Waldheim die Bahn nicht an Hans Rolf Küpper verkaufen sondern lieber mit dem Verein Waldheimer Eisenbahnfreunde zusammenarbeiten.“ Bis dato beteiligten 127 Leute daran. Dem ersten Satz stimmten fünf (vier Prozent) zu, dem zweiten 122 Nutzer. Was sogar 96 Prozent Ablehnung sind. Das ist aber egal, denn: „Am Ende zählt unsere Entscheidung“, so Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst.

Von Dirk Wurzel

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