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Kein Venezia am Valentinstag

Kein Venezia am Valentinstag

Der große Eisbecher "Tausendschön" für die Liebste fällt am Freitag im Döbelner Eiscafé "Venezia" in der Breiten Straße flach. Erstmals seit sechs Jahren kann Inhaber Riccardo Bartolin seinen Schlemmertempel nicht am Valentinstag öffnen.

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Die Granitplatten am Eingang liegen fest. Die neuen Fliesen sind ebenso verlegt. Matthias Wendebaum, Mitarbeiter von Vermieter Wolfgang Müller, war gestern mit letzten Renovierungsarbeiten im Venezia beschäftigt. Ende Februar kommen die neuen Möbel. Die neue Eismaschine wird aus Italien angeliefert.

Quelle: Sven Bartsch

Schuld ist das Juni-Hochwasser vom Sommer 2013.

 

"Ich bin selbst sehr traurig. Denn am Valentinstag hatten wir in Döbeln immer offen und das Eisessen wurde von den Verliebten gut angenommen", sagt der Inhaber. Doch in diesem Jahr ist das Eiscafé am Valentinstag eine Baustelle. Nach dem Hochwasser im Juni hatten sich Riccardo Bartolin und sein Vermieter Wolfgang Müller darauf geeinigt, nur die schlimmsten Schäden auf die Schnelle zu beseitigen, um die Sommersaison zu retten. Erst nach dem Saisonende sollten alle Flutschäden aufwendig beseitigt und das Café Venezia komplett erneuert werden. Der Vermieter hielt Wort. Gestern verlegte Bauhandwerker Matthias Wendebaum die letzten Fliesen im Gastraum und die letzten Granitplatten am Gebäude. Eine neue Glasschiebetür ist eingebaut. "Wir sind soweit durch. Jetzt können die Maler kommen", sagt der Handwerker vor Ort. Auch die Kühltechnik wurde von der Waldheimer Kühlanlagen-Firma Stroh bereits installiert.

 

"Wir können dennoch erst Anfang oder Mitte März eröffnen. Die Eismaschine aus Italien wird voraussichtlich Ende Februar geliefert", sagt Riccardo Bartolin. Und auch die Möbel hatte das Hochwasser beschädigt. In den nächsten zwei Wochen sollen neue Stühle, Tische und Bänke von einer Firma aus Mühlau bei Chemnitz geliefert werden.

 

Der Döbelner Landtagsabgeordneten Sven Liebhauser (CDU) hatte die Bartolins vor zwei Wochen zur Sächsischen Aufbaubank nach Dresden begleitet, um bei der Regulierung der Flutschäden zu helfen.

 

Seit 2007 betreibt Riccardo Bartolin das Eiscafé Venezia in Döbeln. Er hatte es von seinem Vorgänger übernommen, der aus dem gleichen italienischen Dorf wie die Bartolins stammt. Normalerweise fahren sie jedes Jahr im November bis Anfang Januar in ihre italienische Heimat. Das Dorf Sarone liegt eine halbe Autostunde von Venedig entfernt. Hier verbringt auch das italienisch-stämmige Personal des Venezia die Wintermonate. Bartolins waren in diesem Winter aber nur für eine Woche in Italien., weil sie den Umbau des Döbelner Cafés nach der Flut begleiten wollten und die Modalitäten für die Flutförderung noch zu klären hatten.

 

Kaum zwei Wochen nach der Flut von Anfang Juni hatten Lucia und Riccardo Bartolin das Eiscafé Venezia in der Döbelner Fußgängerzone schon wieder geöffnet und verbreiteten damit genau die richtige positive Stimmung und ein Bild von Normalität. Mit vielen Helfern aus der Region und Freunden aus Italien hatten die Bartolins das Geschäft vom Flutschlamm gereinigt und wieder zum Laufen gebracht.

 

Neben dem Café Venezia betreiben Lucia und Riccardo Bartolin auch noch das gleichnamige Eiscafé in Mittweida. Insgesamt sieben Angestellte und in der Saison zahlreiche Aushilfskräfte beschäftigen die Bartolins in beiden Cafés. Die zum Valentinstag sehr beliebten Eistorten in Herzform werden dieses Jahr nur in Mittweida gefertigt. Zahlreiche Bestellungen liegen dort schon vor. "Wir freuen uns, wenn die Verliebten Döbelner ab März wieder in Döbeln zu uns kommen", sagt Riccardo Bartolin.

Thomas Sparrer

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