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Keine Angst vor Bauchklatschern: Grundschüler schwimmen nach Lehrplan

Keine Angst vor Bauchklatschern: Grundschüler schwimmen nach Lehrplan

Keinen Unterricht zu haben, fetzt den Grundschülern der Sigismund-Reschke-Grundschule in Leisnig. Statt über den Lehrbüchern zu schwitzen, geht es derzeit für die Zweitklässler jeden Tag ins Freibad.

Dorthin wurde der Sportunterricht der Grundschüler ausgelagert. Zwei Wochen lang werden im Leisniger Freibad Schwimmtechniken erlernt und eigenen Grenzen gesprengt. Eine solche Grenze versucht Richard Keil gerade zu überspringen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn er steht auf dem Drei-Meter-Sprungturm. Der Achtjährige geht einen kleinen Schritt zurück, nimmt seinen ganzen Mut zusammen und springt. Platsch! "Das ist richtig cool", schwärmt Richard beim Auftauchen. Einmal losgelegt, eilt er immer wieder die Treppen nach oben, um erneut zu springen. "Man muss nur aufpassen, dass man keinen Bauchklatscher macht. Das brennt", erzählt der Zweitklässler aus eigener Erfahrung und reibt sich den Bauch.

 

14 Tage sind für den Schwimmunterricht im Lehrplan der zweiten Klasse eingegliedert. Lehrerin Heidrun Hingst begleitet den speziellen Unterricht gemeinsam mit zwei Kolleginnen. "Kerstin Engelmann ist die zuständige Organisatorin. Sie ist ausgebildete Rettungsschwimmerin und darf die einzelnen Schwimmprüfungen von unseren Schülern abnehmen." Seepferdchen, Bronze, Silber und Gold - unter den Zweitklässlern ist jedes Abzeichen vertreten. "Es gibt auch Schüler, die erst in diesen zwei Wochen das Schwimmen erlernen und ihr Seepferdchen ablegen", so Hingst weiter. Luca Hoffmann ist einer von ihnen. "Ich durfte bis jetzt nur ins Nichtschwimmerbecken - mit Schwimmärmeln", erklärt der Achtjährige. In der ersten Woche lernte er von Tag zu Tag besser schwimmen. "Ab morgen darf ich ins große Becken", betont er stolz.

 

Gruppenweise absolvieren die Zweitklässler nach und nach die einzelnen Disziplinen, die für die jeweiligen Schwimmabzeichen nötig sind. Dabei müssen die Grundschüler nicht nur Schwimmen, sondern auch Tauchen. Letzteres wollen die Jungs natürlich gleich versuchen. Heidrun Hingst wirft zwei Ringe ins Becken. Bruno Kutzke springt hinterher, schwimmt bis auf den 1,80 Meter tiefen Grund und holt die beiden Ringe nach oben - ohne Probleme. Der Achtjährige hat neben dem Seepferdchen schon das Bronze-Abzeichen in der Tasche. "Jetzt will ich auch noch Silber", sagt er ungeduldig. Das Springen vom Drei-Meter-Turm gehört da zum Aufgabenbereich. Genauso wie mindestens 400 Meter zu schwimmen sind - und das in höchstens 25 Minuten - sowie zweimal das Heraufholen eines Gegenstandes aus zwei Meter tiefem Wasser. Auch das Streckentauchen von zehn Metern gehört dazu.

 

Tauchen können zwei Mädchen besonders gut: Luisa Lubrich und Clara Peschel. Die beiden Achtjährigen gehören zu den wenigen Grundschülern, die auch das Schwimmabzeichen in Gold im Visier haben. Dafür müssen die beiden Mädchen einiges hinter sich bringen. Beispielsweise 600 Meter Schwimmen in höchstens 24 Minuten. Auch das Heraufholen dreier Tauchringe aus zwei Meter tiefem Wasser und der Sprung aus drei Metern Höhe sind ein Teil der Prüfung.Anders als beim Abzeichen in Silber kommt hier auch noch das Transportschwimmen dazu, in dem ein Mitschüler schiebend und ziehend auf einer 50 Meter langen Strecke transportiert werden muss. Clara und Luisa können den Sprung ins kalte Nass kaum erwarten, um zu zeigen, wie schnell sie durchs Becken tauchen können. Lehrerin Heidrun Hingst schaut vom Beckenrand aus zu und klatscht als eine nach der anderen wieder an der Wasseroberfläche auftaucht. "Man ist schon ein bisschen stolz, wenn man sieht, wie sich die Schüler im Schwimmunterricht entwickeln", sagt sie. Dass der Unterricht wieder im Leisniger Freibad stattfinden kann, freut sie dabei ganz besonders. "In der Vergangenheit mussten wir bis nach Mügeln fahren. So ist das natürlich viel angenehmer."

Stephanie Jankowski

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