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Döbeln Keine Gefahr für die Umwelt nach LKW-Sturz von Autobahnbrücke
Region Döbeln Keine Gefahr für die Umwelt nach LKW-Sturz von Autobahnbrücke
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17:16 12.02.2019
lkw a14  Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Nachdem am Montag ein Sattelzug aus Tschechien einen Schilderwagen auffuhr und anschließend von einer Brücke an der Autobahn 14 auf die Staatsstraße bei Simselwitz krachte, dauern die Ermittlungen weiter an. Wie die zuständige Polizeidirektion Leipzig mitteilt ist die Identifizierung des Fahrers, der nur noch tot geborgen werden konnte, noch nicht abgeschlossen. Nach Angaben seines tschechischen Arbeitgebers war der Mann 55 Jahre alt. Nun stellt sich die Frage, ob das bei dem Unfall durch auslaufenden Dieselkraftstoff und die geladene Milch entstandene Gemisch eine Gefahr für die Umwelt darstellt.

Keine Auswirkungen auf Gewässer

Cornelia Kluge, Pressereferentin im Landratsamt Mittelsachsen, beantwortet das mit einem „Nein“. „Ein Diesel-Milch-Gemisch ist nicht in dem Maße entstanden, wie zu vermuten wäre.“ Denn: Der Großteil des Kraftstofftanks sei direkt vor Ort verbrannt und nur zu geringen Teilen ins Erdreich gesickert. Nach weiteren Angaben des Landratsamtes konnten keine Auswirkungen auf Gewässer festgestellt werden.

Am Montag ist ein LKW auf der A14 bei Döbeln durch das Geländer einer Brücke gebrochen und dabei auf die Straße darunter gekracht. Der Fahrer kam in der Folge des Unfalls ums Leben.

Auch geplatzten Tetrapacks mit Milch stellten offenbar kein Problem dar. „Die Milch ist über die Straße hinweg in den offenen Straßenentwässerungsgraben gelaufen und von dort in einen verrohrten Entwässerungsabschnitt“, so Kluge. “Am Anfang und am Ende dieses verrohrten Abschnittes wurden unverzüglich nach dem Unfall Sperren gelegt, welche den weiteren Abfluss der Milchflüssigkeit verhindern konnten.“

Während des Dienstags war an der Unfallstelle ein Unternehmen für Öl- und Extremschmutzbeseitigung auf Verkehrsflächen sowie Unfallstellensanierung im Einsatz. „Der teilweise kontaminierte Erdboden wird an der Unfallstelle ausgehoben und entsorgt“, sagte die Pressereferentin am Dienstagnachmittag. Zudem werde die zuvor per Sperre aufgefangenen Milch abgesaugt und entsorgt. Außerdem werden Wasserproben entnommen, die auf schädliche Stoffe untersucht werden.

Polizei sucht nach Zeugen

Während sich das Landratsamt also um die Unfallstelle kümmert, ist der Verkehrsunfalldienst der Polizeidirektion Leipzig mit der Klärung und Aufarbeitung des Unfalls beschäftigt. Gesucht werden nicht nur Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang, sondern auch zum Fahrverhalten der beiden involvierten Fahrzeuge machen können. Die Ermittler versuchen zu klären, auf welchem Fahrstreifen sich der Sattelzug und der Schilderwagen, dessen 27-jähriger Fahrer verletzt in ein Krankenhaus kam, unmittelbar vor dem Zusammenstoß befanden. Hinweise werden telefonisch vom Verkehrsunfalldienst unter 0341/255 2851 und dem Autobahnpolizeirevier der PD Leipzig unter 0341/255 2910 entgegengenommen.

Von André Pitz

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