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Döbeln Keine Lösung für die Döbelner Straße
Region Döbeln Keine Lösung für die Döbelner Straße
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12:01 26.09.2018
An der Ecke Döbelner Straße/Markt in Roßwein wird seit Freitag gebaut. Dort begradigt das Lasuv den Gehweg. Anschließend geht es am Brückenplatz weiter, wo es ebenfalls einen zu steilen Fußweg auszugleichen gilt. Für die Döbelner Straße liegt aktuell noch keine Lösung vor. Quelle: Foto: M. Engelmann-Bunk
Rosswein

Am Roßweiner Markt rattert wieder Baugerät. Seit Freitag vergangener Woche ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) dabei, die Ausbesserungen vorzunehmen, die von der Stadt auf Initiative des Roßweiner Behindertenbeirates nach Abschluss der Baumaßnahme an den Staatsstraßen 34 und 39 gefordert wurden. Vor über einem Jahr war die Straßenfreigabe, jetzt gibt es zumindest für zwei von drei kritisierten Stellen einen Plan.

Die erste Problemstelle am Markt wird voraussichtlich bis Mitte Oktober behoben sein. An der Ecke Döbelner Straße war dem Behindertenbeirat die Querneigung des Gehwegs als für gehbehinderte Menschen, Rollstuhlfahrer oder auch Mütter mit Kinderwagen zu steil aufgefallen. Das wird aktuell behoben, außerdem wird wieder ein Geländer angebracht, wie es früher schon eines gab.

Lösungsvorschlag für Stadt nicht akzeptabel

Ist diese Maßnahme beendet, geht es nahtlos am Brückenplatz weiter. Auch dort geht es um die Ausbesserung des Fußweggefälles. Um das zu entschärfen, wird der Gehweg an der Fleischerei von der Brücke aus weiter in den Brückenplatz hineingezogen, wie eine Art Zunge, sagt Matthias Lange, stellvertretender Bauamtsleiter der Stadt. Damit wird die Zu- und Ausfahrt des Brückenplatzes etwas schmaler werden, gleichwohl bleiben alle Parkmöglichkeiten an dieser Stelle erhalten. Einzig eine, sowieso nicht legale Parkfläche, weil im Bereich abgesenkter Bordstein befindlich, fällt dann weg. Immer noch keine Lösung gibt es allerdings für den größten Zankapfel zwischen Lasuv und Stadt beziehungsweise Behindertenbeirat. Der liegt auf der Döbelner Straße, direkt vor dem Haus Nummer 14. Dort hat der Gehweg eine Neigung von zehn Prozent, gerade einmal zwei Prozent sind zulässig. Die vom Lasuv aktuell vorgeschlagene Lösung stößt bei Stadt und Behindertenbeirat nicht auf große Gegenliebe, was zur Folge hat, dass aktuell keine Maßnahme geplant ist. „Im Zuge der geführten Gespräche wurde ein Erfordernis zum Umbau des Gehwegs im Bereich Zufahrt Döbelner Straße 14 auf einer Länge von rund 70 Metern als notwendig erachtet. Einvernehmen zu einer der Stadt Roßwein vorgetragenen Lösung konnte bisher jedoch nicht erzielt werden“, formuliert Lasuv-Pressesprecherin Isabel Siebert den Stand der Dinge.

Die vom Lasuv vorgeschlagene Lösung bezeichnet Kerstin Bauer vom Behindertenbeirat als „Krönung“ im negativen Sinn. Zwei Betonborde sollen im Bereich der Einfahrt zum Haus Nummer 14 eingebaut werden, das dabei entstehende Gefälle allerdings würde die Situation nur verschlimmbessern, von der optischen „Lösung“, die eine Aneinanderreihung verschiedener Materialien bedeuten würde, ganz abgesehen. Und: „Die Fußwegbreite im Bereich der nutzbaren Schräge liegt mit 1,36 Metern unter dem geforderten Wert von 1,50 Meter.“ Das sei für zwei Rollstuhlfahrer, die sich dort begegnen, nicht gefahrlos.

Homann will dranbleiben

Das Lasuv sieht in der vorgeschlagenen Lösung die einzig mögliche. Eine weitere Verringerung der Gehwegquerneigung sei nur mit unverhältnismäßig hohen baulichen Aufwendungen verbunden. Die Kosten für die Ausbesserungen gehen zu Lasten des Lasuv.

Dass der Stadt Roßwein keine zusätzlichen Kosten entstehen, unter anderem dafür hatte sich auch Landtagsabgeordneter und Roßweins SPD-Chef Henning Homann stark gemacht. Bei einem Rundgang mit dem Behindertenbeirat hatte er sich von der gefährlichen Situation überzeugt. Nun gelte es, dranzubleiben und auch das Neigungsproblem auf dem letzten Teilstück der Döbelner Straße zu lösen. Henning Homann wird weiter nachhaken.

Von Manuela Engelmann-Bunk

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