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Kiebitz wird Großbaustelle – für die Gake plant der Landkreis 1,5 Millionen Euro ein

Straßenbau im Altkreis Döbeln Kiebitz wird Großbaustelle – für die Gake plant der Landkreis 1,5 Millionen Euro ein

Rund 20 Millionen Euro plant der Landkreis Mittelsachsen in diesem Jahr für den Straßen-, Brücken- und Stützwandbau ein. Im Raum Döbeln sind an der Gakendelle bei Döbeln, in Kiebitz, Kriebstein und Marbach die größten Baumaßnahmen vorgesehen.

In Kiebitz wird die Ortsdurchfahrt gebaut. Die desolate Mauer an der Kirche soll kein Hindernis sein.

Quelle: Sven Bartsch

Region Döbeln. Rund 20 Millionen Euro plant der Landkreis Mittelsachsen in diesem Jahr für den Straßen-, Brücken- und Stützwandbau ein. Im Raum Döbeln sind an der Gakendelle bei Döbeln, in Kiebitz, Kriebstein und Marbach die größten Baumaßnahmen und damit auch die höchsten Ausgaben vorgesehen.

„Da der Freistaat die Fördersätze deutlich erhöht hat, sind wir als Landkreis in der glücklichen Lage, mit unseren Eigenmitteln mehr bewerkstelligen zu können“, sagt der erste Beigeordnete des Landkreises, Lothar Beier. Von den 20 Millionen Euro trägt Mittelsachsen etwa 4,5 Millionen Euro selbst. Vor allem sind der grundhafte Ausbau und die Sanierung von Kreisstraßen geplant. Zahlreiche Brückenbaumaßnahmen will der Kreis über das Programm der Hochwasserschadensbeseitigung realisieren, was noch bis 2019 möglich sein soll.

Mit knapp anderthalb Millionen Euro hat der Landkreis eine der höchsten Summen für das Projekt Gakendelle bei Döbeln eingestellt. „Wir sind hier nur die Pflichterbringer und stellen für den Part des Kreises das Geld zur Verfügung. Federführend bei dem sehr umfangreichen Vorhaben ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr“, sagt Claudia Richter, Abteilungsleiterin Straßenbau im Landratsamt. Konkret geht es um die Anbindung der Kreisstraße 7515, also jener von Döbeln-Ost in Richtung Mochau, an die neue Bundesstraße 175 im Bereich der Gake/Abzweig Oberranschütz. Als Baubeginn hat Claudia Richter in ihrer Liste zwar April dieses Jahres stehen, doch sie verweist ans Lasuv. Dessen Chef Michael Stritzke hatte erst vor wenigen Tagen über Schwierigkeiten informiert, die mit Grundstückseigentümern bestehen. Außerdem müssten noch Kampfmittelbeseitiger und Archäologen Voruntersuchungen leisten.

In Kiebitz wird ab August bis November nächsten Jahres an der Ortsdurchfahrt gebaut. „Eine komplexe Arbeit“, wie Claudia Richter ankündigt. Knapp eine Million Euro plant der Kreis für seine Aufgaben ein. Das Projekt beinhaltet einen Stützmauerbau, den Ersatzneubau einer Bachbrücke, die Erneuerung von verschiedenen Leitungen, den Gehweg- und den Straßenbau. Die desolate Mauer an der Kiebitzer Kirche soll kein Hindernis für die Baumaßnahme sein. Richter: „Es wäre gut, wenn die Mauer gleich mit gemacht werden könnte. Wenn nicht, scheitert daran nicht das Gesamtvorhaben.“

Im dritten Quartal 2016 soll mit dem Ausbau der Kreisstraße in Kriebstein, vom Talsperrenparkplatz bis zum Burgberg, begonnen werden. Eine Million Euro ist dafür veranschlagt. Bauende: zweites Quartal 2017. Rechtsseitig in Richtung Burg entsteht laut Richter ein neuer Fußweg, der dann für Fußgänger eine sichere Verbindung zwischen Talsperre und Burg darstellt. Dass erst in der zweiten Jahreshälfte mit den Arbeiten begonnen wird, sieht Claudia Richter in diesem Fall eher als Vorteil: „Da ist die touristische Nutzung des Naherholungsgebietes nicht mehr so groß und die Bauarbeiten behindern nicht ganz so sehr.“

Der Ausbau der Kreisstraße in Marbach (Lorenzstraße) soll Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Sorgen bereitet der Brückenbau im Ort. Bei den zwei begonnenen Brücken gibt es erhebliche Verzögerungen. Statt Dezember 2015 ist nun Ende April 2016 das neue Fertigstellungsziel. Daran sollen sich nahtlos die Ersatzneubauten für zwei weitere Brücken anschließen. Einen Abschluss der Arbeiten bis Ende des Jahres sieht Claudia Richter kritisch.

Von Olaf Büchel

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