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Döbeln Kiebitzer Dorfstraße wird Winterbaustelle
Region Döbeln Kiebitzer Dorfstraße wird Winterbaustelle
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00:19 01.07.2017
Der Kastanie an der Ortsdurchfahrt in Kiebitz geht es bald an den Kragen. Baustart soll im September sein. Quelle: Sven Bartsch (Archiv)
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Kiebitz

Die Anwohner in Kiebitz müssen sich bei der Sanierung ihrer Ortsdurchfahrt auf eine Winterbaustelle einstellen. Das teilte Landratsamtssprecherin Cornelia Kluge auf Anfrage der DAZ mit. „Baubeginn ist für Anfang September geplant. Es wird eine Winterbaustelle werden, denn die zu Beginn durchzuführenden Arbeiten wie Kanalbau und Medien können im Winter durchgeführt werden“, schrieb Kluge. Geplant ist, den rund 1,3 Kilometer langen Abschnitt der Kreisstraße grundhaft auszubauen, inklusive der Brücke über die Kleine Jahna und der Fußwege. Eigentlich sollte der Bau schon im Frühjahr 2016 starten, doch das Projekt fiel aus der Förderliste des Freistaates Sachsen. Jetzt ist es zwar aufgenommen, doch die Fördermittel sind entgegen der Erwartung noch immer nicht beim Landratsamt angekommen.

„Die Fördermittel sind für das Vorhaben zugeteilt, aber es gibt noch keinen Fördermittelbescheid beim Landkreis“, informierte Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) während der jüngsten Gemeinderatssitzung. Denn auch die Gemeinde Ostrau ist am Straßenbau beteiligt. Sie muss für Gehwege und Straßenbeleuchtung einen Eigenanteil beisteuern, der im Haushalt seit 2016 vor sich her geschoben wird. „Das ist vom Freistaat absolut schwach, die Fördermittelprogramme so spät zu bestücken. Wenn die Ausschreibung dann kommt, wird es wegen der hohen Auslastung der Firmen schwierig“, kritisierte Schilling.

Tatsächlich ist bislang trotz des geplanten Baustarts noch nicht sicher, ob dieser stattfinden wird. Das muss die Ausschreibung des Landkreises zeigen. Bei der derzeitigen Auftragslage in der Baubranche könnten Angebote ausbleiben oder so hoch ausfallen, dass neu ausgeschrieben werden müsste.

Beim Kiebitzer Ortsvorsteher Helfried Wilsdorf überwiegt eher die Vorfreude, dass überhaupt gebaut werden soll. „Man freut sich, dass es losgeht, weil man weiß, dass sie irgendwann fertig werden. Man muss ja froh sein, dass die Fördermitel überhaupt da sind. Der Bau wurde ja schon ein paar Mal verschoben, daher können wir froh sein, dass wir noch reinkommen“, meint er. Dass die Straße über den Winter geöffnet bleiben könnte, sei kein großes Problem. „Wenn Schnee liegt und alles zugedeckt wird, ist es schön. Wenn es eine Schlammschlacht wird, wird sich mancher beschweren, aber ich denke nicht, dass es groß moniert wird, wenn es über den Winter geht.“

Von Sebastian Fink

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