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Döbeln Kiebitzer Trafohaus bekommt neue Fassade
Region Döbeln Kiebitzer Trafohaus bekommt neue Fassade
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19:53 06.11.2018
Das Trafohaus in Kiebitz bekommt eine neue Fassade. Quelle: Sven Bartsch
Kiebitz

Das ehemalige Trafohaus in Kiebitz wird immer mehr zum Schmuckstück: Nach der Dachsanierung vor drei Jahren soll 2019 die Fassade des Kulturdenkmals erneuert werden. Dafür hat der Ostrauer Gemeinderat nun mit einem Grundsatzbeschluss grünes Licht gegeben. „Wir wollen es ordentlich abputzen, denkmalgerecht farblich absetzen. 2019 soll das umgesetzt werden“, sagte Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) während der jüngsten Ratssitzung.

Dafür stehe die Verwaltung bereits mit dem Denkmalamt in Kontakt. Zudem könnten von hier Fördermittel in Höhe von 60 Prozent der Gesamtkosten an die Gemeinde fließen. Um einen Überblick zu bekommen, hat die Kommune ein Orientierungsangebot für die Sanierung eingeholt. Demnach belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 11 400 Euro.

Putz bröckelt

Wird der Fördermittelantrag genehmigt, zahlt die Gemeinde nur 4600 Euro Eigenanteil. Dieser würde aus der nach wie vor üppig gefüllten Finanzrücklage gezahlt. Diese betrug zum 30. September dieses Jahres knapp 1,03 Millionen Euro.

Die Arbeiten am Gebäude selbst hat die Verwaltung bereits konkretisiert: So soll der alte Putz, der an vielen Stellen lose ist und von der Wand bröckelt, abgeschlagen werden. Durch Witterungseinflüsse liegt teilweise schon das Ziegelwerk des historischen Gebäudes frei und werden die Fugen ausgespült.

Freude beim Nabu

Daher ist die Erneuerung der Fassade auch keine reine Schönheitsreparatur, sondern dient dem Erhalt der Bausubstanz. Dafür wird das Gebäude mit Kalkzement verputzt und durch einen Reibeputz äußerlich wieder an sein Originalbild herangeführt. Einmal bei der Arbeit, werden auch Türen und Fenster des Objektes aufgearbeitet und wieder eingebaut.

Große Freude über den Ratsbeschluss herrscht bei der Nabu-Regionalgruppe Lößhügelland, die das Trafohaus vor drei Jahren für die Nutzung als Nistplatz für Fledermäuse und Vögel hergerichtet hat. „Wir hatten schon lange daran gedacht, dass da noch mal etwas passieren müsste. Jetzt freuen wir uns sehr über diese Nachricht“, sagte der Gruppenvorsitzende Oliver Leipacher der DAZ.

Brutzeit ab Mitte April

Zugleich kündigte er an, Kontakt mit der Verwaltung aufzunehmen, um die umwelttechnischen Aspekte der Sanierung zu erörtern. „Wir müssen natürlich als Nabu darauf achten, dass bei der Sanierung keine Giftstoffe eingebracht werden, die eine Gefahr für die Tiere darstellen“, sagte er. Zudem wäre es anstrebenswert, die lärmintensiven Sanierungsarbeiten mit den Brutzeiten der Vögel in Einklang zu bringen. „Jetzt bis Mitte April ist eine gute Zeit oder dann wieder ab Herbst“, sagte Leipacher.

Das Gebäude befindet sich bereits seit mehr als zehn Jahren im Besitz der Kommune. Diese hatte es von Energieversorger Envia übernommen, welcher keine Verwendung mehr dafür hatte. 2010 wurde es zum Kulturdenkmal erklärt, seit 2016 können hier Fledermäuse, Mehlschwalben, Schleiereule, Kauz und Insekten einziehen.

Von Sebastian Fink

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