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Döbeln Kinder malen für den Spielplatz in Pommlitz
Region Döbeln Kinder malen für den Spielplatz in Pommlitz
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10:00 26.07.2018
Lea wäre bestimmt begeistert von einem Spielplatz in Pommlitz. Darum hat ihre Mutter Luise Hildebrand eine kreative Aktion gestartet. Das freut auch Bobtail Milo. Quelle: Dirk Wurzel
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Pommlitz

Immer wenn Milo mit seinem Frauchen Luise Hildebrand auf Tour ist, hört er Gespräche über einen Spielplatz. Milo ist ein zwei Jahre alter Bobtail-Junge, ein lieber Kerl, der Besucher freudig-stürmisch begrüßt. Mit einem Spielplatz mit Klettergerüst und Wippe wird er jetzt nicht all zuviel anfangen können. Da hat Lea mehr davon. Das neun Monate alte Mädchen Luise Hildebrands ist sozusagen Milos menschliches Schwesterchen.

Freundliches Signal als Startschuss

„Wenn ich mit dem Hund gehe, sprechen mich die Leute of auf einen Spielplatz an, der in Pommlitz fehlt. Hier wohnen mittlerweile viele junge Familien und die nächsten Spielplätze sind in Döbeln-Ost und in Döbeln-Nord – weit weg für uns“, sagt die junge Frau. Also hat sie gemeinsam mit ihrer Mitstreiterin Ina Hentzschel die Initiative ergriffen. Aber statt einer Unterschriftenliste wollen sie möglichst Kinderbilder in der Stadtverwaltung abgeben – als freundliches Signal, dass der Ortsteil einen Spielplatz braucht.

Postwurfsendung animiert zum Mitmachen

Einige Zeichnungen haben die Spielplatz-Mütter bereits bekommen. Und wer noch zu klein zum Malen ist, gibt halt seinen Fingerabdruck ab. Die Anwohner in Pommlitz, am Rotzen Kreuz und in Gärtitz haben Ina Hentzschel und Luise Hildebrand über eine Postwurfsendung zum Mitmachen animiert.

Wunschort war schon mal Spielplatz

Einen Wunschort gibt es für den neuen Spielplatz gibt es auch schon: Der „Exer“ genannte Fleck Erde liegt gleich gegenüber der Kreuzung der Walter-Eckard-Straße mit der Oschatzer Straße am Wanderweg von Pommlitz nach Döbeln-Ost. Bereits früher haben hier Spielgeräte gestanden, hat Luise Hildebrand in Erfahrung gebracht.

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Das notwendige Land könnte ein Problem sein. Denn wenn die Stadt den Pommlitzern einen Spielplatz spendieren will, braucht sie dafür ein Grundstück. Das dürfte noch für einiges Nachdenken sorgen. Aber immerhin bekommt Michael Thürer, der für Spielplätze zuständige Sachgebietsleiter Sport bei der Döbelner Stadtverwaltung, kreative Anregungen in Form vieler Kinderbilder. Die möglichen Probleme mit dem Land sehen die Initiatorinnen auch, lassen sich davon aber nicht entmutigen. „Wir nähern uns dem Ziel Stück für Stück“, sagt Luise Hildebrand. Sie findet es wichtig, dass sich die Kleinen auf einem Spielplatz treffen – auch für die soziale Entwicklung. „Wer wippen will, braucht einen Partner und muss sich absprechen“, erläutert Tina Hildebrand.

Kommentar: Mit einem Lächeln zum Spielplatz

Das ist ja mal eine richtig tolle Aktion: Mit Kinderbildern für einen Spielplatz in Pommlitz werben. Da werden die zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung Döbeln vor allem mit einem an die Arbeit gehen, wenn sie prüfen, ob und wie dieses Vorhaben im Ortsteil umsetzbar ist. Nämlich mit einem großen Lächeln. Das sind schon mal sehr gute Voraussetzungen. Und Potenzial hat die Kinderbild-Aktion auch. Die kann man nämlich ausstellen.

Berechtigt ist die Forderung nach einem Spielplatz allemal. Wenn die Eltern, mit ihren Kindern erst lange Fußmärsche zum nächsten Spielplatz zurücklegen müssen, dürfte die Spielfreude arg getrübt sein. Gerade die Dörfer sollte die Stadt nicht vergessen, auch wenn Pommlitz jetzt nicht gerade ein weit abgelegenes Nest, sondern recht nah bei der Stadt. Wappenhensch, Hauptbahnhof, Braunscher Garten – wenn man sich anschaut, wieviele Spielplätze Döbeln in der letzten Zeit in seiner Innenstadt erneuert und neu gebaut hat, kann schon der Eindruck entstehen, dass die alten und neuen Ortsteile da ein wenig zu kurz kommen.

Klar ist auch, dass der Weg zum Spielplatz in Pommlitz ein langer sein kann. Zunächst gilt es, das passende Grundstück zu finden. Fördergeld wäre auch nicht schlecht, aber auch das muss jemand beantragen. Und dann hat auch der Stadtrat noch ein gewichtiges Wort mitzureden, wie sich das in einer Demokratie gehört. Aber alle langen Wege beginnen mit einem ersten Schritt. Die Initiatorinnen der Spielplatz-Aktion für Pommlitz laden die Verantwortlichen ein, diesen mit einem Lächeln zu tun.

Die Art der Spielgeräte steht aber noch nicht genau fest. Wohl aber das Ziel, so viele Unterstützer-Bilder wie möglich zusammen zu bekommen. Das ist noch bis zum 24. August möglich. Danach ist es an der Stadt, zu dem Vorhaben Stellung zu beziehen. Auf die zuständigen Mitarbeiter kommt also neue Arbeit zu. Aber immerhin sei man ihr Rathaus mit Wohlwollen begegnet, als sie das Vorhaben Spielplatz in Pommlitz vorstellte, sagt Luise Hildebrand.

Von Dirk Wurzel

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