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Döbeln Von 50 auf 100 in zehn Jahren: Kita-Umbau bei Waldspatzen
Region Döbeln Von 50 auf 100 in zehn Jahren: Kita-Umbau bei Waldspatzen
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11:33 27.02.2019
Die Waldspatzenkinder sind am liebsten unterwegs in Wald und Feld und Flur. In Kürze wird nun auch ihre Kita im Zschaitz umgebaut. Quelle: Sven Bartsch
Zschaitz

Die Umbauarbeiten für den Kindergarten Waldspatzen in Zschaitz gehen in die Ausschreibungsrunde. „Die Unterlagen dazu werden derzeit vorbereitet“, informiert der Bürgermeister von Zschaitz-Ottewig, Immo Barkawitz auf Anfrage.

Da als Erstes die Sanitäranlagen umgebaut beziehungsweise erneuert werden, sind auch die Handwerker aus diesem Bereich zuerst in der Kita. Ein fester Termin für den Baustart existiere nach den Worten des Bürgermeisters noch nicht. In diesem Jahr solle auf jeden Fall damit begonnen werden. Doch es sei geplant, die Handwerker der einzelnen Gewerke nacheinander in den Kindergarten zu holen. Denn: Die Arbeiten sollen bei laufendem Betrieb erledigt werden.

Möglichst schonender Umbau

Die Kommune verfügt über keinerlei Möglichkeiten, die Waldspatzenkinder während der Bauarbeiten in anderen Gebäuden unterzubringen. Deshalb solle schonend Schritt für Schritt gebaut werden. So können die Kinder in der Einrichtung bleiben.

Ist im Sanitärbereich der Umbau erledigt, rücken als nächstes die Mauerer an. Auch wenn sich das nach einem großen Eingriff anhört, werde auch in dieser Hinsicht maßvoll gearbeitet. In dem Kindergarten soll ein neuer Mehrzweckraum entstehen, auf einer bisher nicht für die Kinder genutzten Fläche. „Wir gewinnen somit etwas mehr als 20 Quadratmeter“, schätzt Barkawitz. Der ursprüngliche Mehrzweckraum wird in jüngster Zeit als Gruppenraum verwendet und auch weiterhin dafür benötigt.

Vor zehn Jahren gebaut, heute Platz noch besser nutzen

Der Waldpatzen-Kindergarten wurde erst vor zehn Jahren neu gebaut, damals recht luftig und weiträumig. „Damals hätte ich nicht gedacht, dass wir nach zehn Jahren überlegen müssen, wie wir den Platz noch besser nutzen, weil wir mehr Kinder unterzubringen haben“, sagt Barkawitz, „Aber ich freue mich natürlich über diese Entwicklung.“

Zum einen werde die Kindertagesstätte stärker wieder von Krippenkindern frequentiert. Jedoch sei der Auslöser des aktuellen Umbauarbeiten die gestiegene Anzahl an Kindergartenkindern. „Zum einen wachsen Krippenkinder aus der eigenen Einrichtung nach. Zusätzlich kamen durch Zuzüge Kinder in diesem Alter neu in die Gemeinde“, erläutert der Bürgermeister.

Fördergeld von der Europäischen Union

Vor zehn Jahren zogen 54 Kinder in die neu gebaute Einrichtung. Jetzt lautet die Betriebserlaubnis auf 88 Kinder. Mit beziehungsweise nach dem Umbau wird die Betriebserlaubnis für 103 Kinder beantragt. Damit hätte sich die Zahl der in der Einrichtung zu betreuenden Kinder innerhalb der zehn Jahre nahezu verdoppelt.

Die Kommune bemüht sich nun, mit der Ausnutzung der Raumkapazität den steigenden Kinderzahlen Genüge zu tun. Für die Finanzierung wird das Förderprogramm „Leader“ für die Erhöhung der Lebensqualität im ländlichen Raum in Anspruch genommen. Das Geld ist für 2019 beantragt und bewilligt. „Das setzt uns aber nicht unter Druck“, so Barkawitz. „Die Umbauarbeiten werden wir so takten, dass sie für den Kita-Betrieb möglichst wenig Einschränkungen mit sich bringen.“

Von Steffi Robak

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