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Kinderheim Gärtitz bald mit neuem Betreiber

Kinderheim Gärtitz bald mit neuem Betreiber

Klaus-Dieter Maier will die Trägerschaft des Kinderheimes Gärtitz abgeben. Die Einrichtung wird dann nicht mehr zum Waldhaus Noschkowitz gehören, aber weiterhin ihre Heimfunktion erfüllen.

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Das Gärtitzer Heim gehört bald nicht mehr zum Waldhaus Noschkowitz. Leiterin Susanne Jäckel soll auch Betreiberin werden.

Quelle: Olaf Büchel

Döbeln/Gärtitz. Der Kattnitzer, der 2004 den Betrieb des privaten Kinderheims von seiner verstorbenen Frau Christine übernommen hatte und ihn in ihrem Sinne weiterführte, möchte sich im ersten Quartal des kommenden Jahres aus Gärtitz zurückziehen. Einen genauen Zeitpunkt kann er nicht nennen, weil noch verschiedene Formalitäten wie Notarvertrag und Übergang der Betriebserlaubnis erledigt werden müssen.

Das Waldhaus Noschkowitz wolle Maier weiter behalten. Mit der Abgabe des Gärtitzer Hauses strebt er an, seinen Aufwand zu reduzieren. "Die Situation in der Jugendhilfe wird immer schwieriger, die Aufgaben eines Heimträgers immer komplizierter. Ziel ist, dass ich mich besser auf eine Einrichtung konzentrieren kann", erklärt Klaus-Dieter Maier.

Susanne Jäckel, die das Heim in dem Döbelner Ortsteil seit drei Jahren leitet, werde diese Funktion behalten und gleichzeitig die Betreiberin der Einrichtung. Jäckels Lebensgefährte übernimmt laut Maier die Trägerschaft ohne Funktion. Die Weichen dafür gestellt hat bereits der Döbelner Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung. Dieser beschloss, das zugunsten von Klaus-Dieter Maier bestehende Erbbaurecht am Gärtitzer Heim-Grundstück, Am Ring 22, auf Jäckels Lebensgefährten zu übertragen. Die Stadtväter haben dabei zwei Sicherheiten eingebaut: Einerseits muss sich der Übernehmer des Erbbaurechtes verpflichten, das Grundstück zweckgebunden für ein Kinder- und Jugendheim zu nutzen. Andererseits erfolgt die Übertragung nur, wenn das Landesjugendamt für die Einrichtung die Betriebserlaubnis erteilt. Das sei reine Formsache, ist sich Maier sicher. "Die Betriebserlaubnis wird erteilt."

Obwohl er es aufgeben will, liegt Maier das Heim in Gärtitz am Herzen. "Wir haben in Sachsen einen guten Namen, man redet positiv über uns." Er wisse die Einrichtung bei Susanne Jäckel in guten Händen. Maier: "Sie ist fachlich topfit und weiß was sie will."

Sowohl das Gärtitzer Haus mit seinen zwölf Plätzen für sechs- bis 18-Jährige als auch das Noschkowitzer Heim mit sieben Plätzen sind derzeit voll ausgelastet. Der Bedarf für solche Einrichtungen ist vorhanden, so Maier. Aufmerksam hat der Heim-Träger in den vergangenen Tagen die Veröffentlichungen verfolgt, laut denen die Jugendämter verstärkt zur Betreuung in Pflegefamilien tendieren. Nach seiner Ansicht wird beides gebraucht. Das Problem sei, dass die Familien fachlich nicht ausgebildet sind und mit besonders schwierigen Kindern oder Jugendlichen schnell überfordert sein könnten. "Da gibt es zum Teil eine Zerstörungswut und eine Sprache, die einer Familie nicht zuzumuten sind", beschreibt Maier. Solche Kinder würden zunehmend aus Großstädten in ländliche Heimeinrichtungen überführt.

Olaf Büchel

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