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Döbeln Altenhof: 13 Kirchen kommen zurück ins Dorf
Region Döbeln Altenhof: 13 Kirchen kommen zurück ins Dorf
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13:01 19.05.2018
Christenlehrekinder habe diese von Herbert Steude gebauten Holzkirchen bemalt. Sie dienen als Spendendose und sollen zum Pfingstgottesdienst gut gefüllt sein. Quelle: Tim Dierks
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Altenhof

Die Sanierung der Kirche St. Aegidien von Altenhof, Ortsteil von Leisnig in Mittelsachsen, sollte im März beginnen. Noch ist kein Handschlag getan: Ein Antrag auf Fördermittel von der Europäischen Union ist noch unbearbeitet. Das hält die Altenhofer nicht davon ab, fleißig Spenden einzuwerben.

Großes Kirchenmodell bleibt inSt. Aegidien

„Das Geld kommt der dringend notwendigen Dachsanierung unserer wunderschönen, rund 800 Jahre alten romanischen Sankt Ägidienkirche zu Altenhof zugute“, so Katja Schulze, Pfarrerin der Kirchgemeinde Leisnig-Tragnitz und Altenhof. Die große Holzsparkirche, angefertigt in der Firma Geilert in Altenhof, bleibe wie gehabt im Vorraum der Kirche stehen. So könne weiter kräftig gesammelt werden.

13 kleine Holzkirchen sollen auf Taufstein stehen

Nächster Meilenstein ist der Pfingstsonntag. Zum Festgottesdienst kommen die 13 bunten Holzkirchen wieder zurück nach Altenhof. In den Gotteshäusern mit Spardosen-Schlitz im Dach sollten dann möglichst viel Münzen klingeln oder besser noch: Scheine rascheln. Einen Großteil der Sanierunskosten müssen beziehungsweise wollen die Kirchgemeinde-Mitglieder selbst aufbringen. Die Kinder der Altenhofer Christenlehregruppe hatten die Holzsparkirchen bunt bemalt - jede Sparbüchse ist ein Kunstwerk.

Superintendent hält Festgottesdienst

„In der Fastenzeit wurden die Holzsparkirchen an verschiedenen Stellen in der Gemeinde verteilt, um sie kräftig mit Geld zu füttern“, erläutert Pfarrerin Katja Schulze, Zum Festgottesdienst am Pfingstsonntag, den Superintendent Arnold Liebers ab 9 Uhr hält, können die möglichst gut gefüllten Holzsparbüchsen auf den Taufstein gestellt werden.

Kirchendach nebst Turm und Glockenstuhl erneuerungsbedürftig

So könne weiter kräftig gesammelt werden. Innerhalb eines Jahres sei die Sanierung von Kirchendach, Turm und Glockenstuhl zu schaffen, schätzt Tim Dierks vom Kirchvorstand. Er wohnt mit seiner Familie im Altenhofer Pfarrhaus, gehört neben der Familie Geilert und weiteren Gemeindemitgliedern zu jenen, die die Sanierungsbemühungen begleiten.

Geld fehlt, Zeit läuft davon

Momentan sei das Projekt in der Phase, in der die Mittel für die Integrierte Ländliche Entwicklung von der Europäischen Union abgerufen werden sollen. Rund 100 000 Euro soll das bringen. „Der Antrag liegt seit längerer Zeit zur Bearbeitung beim Landratsamt Mittelsachsen. Wenn wir wie geplant dieses Jahr noch mit den Arbeiten beginnen wollen, sollte der Bescheid dieser Tage dringend eintreffen.“

Ab Jahresmitte werden Handwerker knapp

In der zweiten Jahreshälfte kann es immer schwieriger werden, Handwerker zu bekommen. Die Fördermittel würden gemeinhin in Jahresscheiben abgefordert. Kann also nicht in Kürze mit den Arbeitenbegonnen werden, verzögert sich unter Umständen alles bis in das kommende Jahr hinein. „Vor der Zusage für das Fördergeld dürfen wir keinesfalls anfangen“, so Dierks weiter.

Bloß nicht leichtfertig zu früh anfangen

Ein vorzeitigen Baubeginn, wenn dieser nicht ausdrücklich erlaubt ist, gefährdet gänzlich die Förderung des Sanierungsprojektes. So wird weiter geduldig gewartet. Insgesamt wird mit einem Sanierungsaufwand von 300 000 Euro gerechnet.

Landeskirche zahlt schon fast die Hälfte

Insgesamt wird mit einem Sanierungsaufwand von 300 000 Euro gerechnet. Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens unterstützt das Projekt mit 146 000 Euro. Zudem ist das Gotteshaus darauf angewiesen, dass privat gespendet wird. Das Spendenziel liegt bei 15 000 Euro. Die Gemeindeglieder trauen sich zu, Arbeiten für ein finanzielles Volumen von rund 23 000 Euro selbst aufzubringen.

Jede kleine Kirche ein Kunstwerk

Einen Großteil der Sanierunskosten müssen beziehungsweise wollen die Kirchgemeinde-Mitglieder nämlich selbst aufbringen. Die Kinder der Altenhofer Christenlehregruppe hatten die Holzsparkirchen bunt bemalt - jede Sparbüchse wurde so zum Kunstwerk.

In der Fastenzeit innerhalb der Gemeinde unterwegs

„In der Fastenzeit wurden die Holzsparkirchen dann an verschiedenen Stellen in der Gemeinde verteilt, um sie kräftig mit Geld zu füttern“, erläutert Pfarrerin Katja Schulze. Zum Festgottesdienst am Pfingstsonntag, den Superintendent Arnold Liebers ab 9 Uhr hält, können die möglichst gut gefüllten Holzsparbüchsen dann auf den Taufstein gestellt werden.

Sanierung innerhalb eines Jahres zu schaffen

Innerhalb eines Jahres sei die Sanierung von Kirchendach, Turm und Glockenstuhl zu schaffen. Dies schätzt Tim Dierks aus dem Kirchvorstand so ein. Er wohnt mit seiner Familie im Altenhofer Pfarrhaus und gehört neben der Familie Geilert und weiteren Gemeindemitgliedern zu jenen, die die Sanierungsbemühungen intensiv begleiten.

Von Steffi Robak

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