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Kirchensanierer bleiben von bösen Überraschungen verschont

Niederstriegis Kirchensanierer bleiben von bösen Überraschungen verschont

Mit der Sanierung des Niederstriegiser Kirchturms geht es voran. Von unten ist es durch das verhüllende Gerüst schwer zu erkennen: aber Zimmerleute, Steinmetze, Maurer, Metalldrücker und andere Handwerker geben sich alle Mühe, dem Turm eine neue, schmucke Haube aufzusetzen und dabei den Zeitplan einzuhalten.

Mitte März war die Turmkugel abgenommen worden.

Quelle: Sven Bartsch

Niederstriegis. Mit der Sanierung des Niederstriegiser Kirchturms geht es voran. Von unten ist es durch das verhüllende Gerüst schwer zu erkennen: aber Zimmerleute, Steinmetze, Maurer, Metalldrücker und andere Handwerker geben sich alle Mühe, dem Turm eine neue, schmucke Haube aufzusetzen und dabei den Zeitplan einzuhalten.

Das ist bis jetzt gelungen, wie Pfarrer Heiko Jadatz und Bauleiter Frank Schuster erst wieder am Freitagmorgen bei der wöchentlichen Bauberatung hoch oben über Niederstriegis feststellen konnten. „Wir liegen im Plan und zum Glück gab es bislang keine bösen Überraschungen“, sagte Pfarrer Jadatz zufrieden. Die Zimmerleute haben das Gebälk unter der Turmspitze ausgebessert beziehungsweise verstärkt, dort wo es erforderlich war. Auch ein Teil der neuen Dachschalung ist schon auf die Haube genagelt. Steinmetze kümmern sich um die Natursteine von Fenstereinfassungen und Turmdachtraufe. „Beim Bau der Kirche wurde vor allem Hilbersdorfer Tuff verwendet. Dieser ist markant durch seine Einlagerungen“, weiß der Pfarrer. Doch der Steinbruch ist geschlossen, deshalb verwenden die Handwerker jetzt anderes Material, zum Beispiel Sandstein. Das war auch schon vorher bei Sanierungsarbeiten so – zwischen dem Tuff ist auch immer mal ein Porphyrstein zu erkennen.

Die Ostseite des Turms ist schon neu verputzt. Wie geplant bleibt das zunächst die einzige Fassaden-Seite, die erneuert wird. Die farbliche Gestaltung erfolgt mit einem hellen Ockerton. Die Niederstriegiser können sich dann schon mal vorstellen, wie eines Tages ihr ganzes Gotteshaus aussieht. In etwa drei Wochen beginnen die Dachdeckerarbeiten am Turmdach, das neue Schieferschindeln erhält. „Für Anfang August ist geplant, den Turmknopf mit Kreuz wieder aufzusetzen. In die Kugel sollen die alten und neue Dokumente“, sagt der Pfarrer. Apropos alte Dokumente: Alles was bei der Abnahme des Knaufs zutage gefördert wurde, ist inzwischen abfotografiert und liegt in elektronischer Dateiform vor. Im Herbst möchte der Pfarrer der Gemeinde die ausgewerteten Ergebnisse bei einer Abendveranstaltung vorstellen. An der Gestaltung der Turmspitze ändert sich übrigens nichts. Knopf und Kreuz arbeiten die Metalldrücker Christoph und Thomas Müller in ihrer Wurzener Werkstatt auf und vergolden beides. Die Form bleibt aber, wie sie ist. Heiko Jadatz: „Wir haben uns das noch einmal genau angeschaut. So wie wir sie abgenommen haben, stammt die Turmspitze von 1850, also dem Jahr der Erbauung der Kirche.“

Bereits Ende dieses Monats soll auch am Kirchenschiff ein Gerüst gestellt werden, um das Dach und die Traufe zu erneuern. Die alten Asbestschindeln kommen runter, der Dachstuhl wird repariert. Dann gibt es ein neues Dach, samt Naturschiefer, wie auf dem Turm. In einem nächsten, späteren Bauabschnitt sind die drei noch nicht sanierten Fassadenseiten des Turmes und die Fassade des Kirchenschiffes an der Reihe.

 

Von Olaf Büchel

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