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Kirchgemeinden Waldheim und Geringswalde fusionieren

Ab 1. Januar Kirchgemeinden Waldheim und Geringswalde fusionieren

Am 1. Januar 2016 entsteht das größte Kirchspiel des Kirchenbezirkes Leisnig-Oschatz . Die Gemeinde Geringswalde wechselt aus dem Kirchenbezirk Rochlitz-Glauchau in den hiesigen und bildet mit Waldheim-Grünlichtenberg-Knobelsdorf-Otzdorf und Reinsdorf-Beerwalde-Tanneberg das neue Kirchspiel Waldheim-Geringswalde.

Mit einem Festgottesdienst in der Waldheimer Kirche wird am 3. Januar das neue Kirchspiel gegründet.

Quelle: Sven Bartsch

Waldheim. Die Tinte auf der Urkunde ist noch gar nicht richtig trocken: Am 1. Januar 2016 entsteht zwischen Waldheim und Geringswalde das größte Kirchspiel des Kirchenbezirkes Leisnig-Oschatz mit rund 2900 Gläubigen. Die Evangelische Kirchgemeinde Geringswalde wechselt dazu aus dem Kirchenbezirk Rochlitz-Glauchau in den hiesigen Kirchenbezirk und bildet mit Waldheim-Grünlichtenberg-Knobelsdorf-Otzdorf und der Schwesterkirchgemeinde Reinsdorf-Beerwalde-Tanneberg das neue Kirchspiel Waldheim-Geringswalde. Mit einem Festgottesdienst wird es am 3. Januar, um 9.30 Uhr, in der Waldheimer Stadtkirche offiziell aus der Taufe gehoben.

Auf Beschluss der Kirchenleitung in Dresden wurde jetzt die Gründungsurkunde im Regionalkirchenamt ausgestellt. Die Initiative dazu war von den Kirchvorständen der Kirchgemeinde Geringswalde ausgegangen. Seit April hatten die Geringswalder mit Vertretern der Kirchgemeinde Waldheim und den Schwesterkirchgemeinden Grünlichtenberg, Knobelsdorf/Otzdorf, Reinsdorf-Beerwalde-Tanneberg Gespräche geführt. „Alles lief sehr sachlich und fair ab. Das wünsche ich mir auch für die Zukunft“, sagt Superintendent Arnold Liebers, der die Fusionsgespräche gemeinsam mit Fachleuten vom Regionalkirchenamt Leipzig begleitet hat. Bereits im September hatten die Vertreter der Kirchgemeinden einen Kirchspielvertrag ausgehandelt. Der sportliche Zeitplan, alles bis 31. Dezember einzutüten, wurde damit gut geschafft.

Der Kirchspielgründungsausschuss, in dem Vertreter aller einzelnen Kirchvorstände paritätisch mitgewirkt haben, fungiert ab 1. Januar als Kirchspielvorstand. Die erst 2014 für sechs Jahre neu gewählten Kirchvorstände in den einzelnen Gemeinden regeln auch weiterhin vor Ort die Belange ihrer Gemeinden. Der Kirchspielvorstand kümmert sich dagegen um die Haushaltplanung des Kirchspiels, die Personalplanung und die Koordinierung der Veranstaltungen. Insgesamt gehören zum neuen Kirchspiel elf Kirchen in Waldheim, Reinsdorf, Beerwalde,Tannenberg, Beerwalde, Otzdorf, Knobelsdorf, Grünlichtenberg, Geringwalde, Altgeringswalde und Zettlitz/Hermsdorf. Über zehn hauptamtliche Mitarbeiter und ein guter Stamm ehrenamtlicher Mitarbeiter bilden das personelle Grundgerüst des neuen Kirchspiels.

Die Landeskirche unterstützt die Fusion, in dem sie für Gemeindepädagogen und Kirchenmusik zusätzliche Finanzmittel in Aussicht stellt. „Die erste Etappe der Fusion ist geschafft. Jetzt folgt die zweite Etappe“, sagt Arnold Liebers, Superintendent des Kirchenbezirkes Leisnig-Oschatz. Etappe zwei ist jetzt die Ausschreibung einer zweiten Pfarrstelle, an die gleichzeitig die Leitung des neuen Kirchspiels gebunden ist. Die erste Pfarrstelle hat Reinhard Richber in Waldheim inne. Die zweite, noch unbesetzte Pfarrstelle wird in Geringswalde angesiedelt sein.

Das neue Kirchspiel Waldheim-Geringswalde ist ein Vorgriff auf die Strukturanpassung in der Landeskirche ab 2019. Bis dahin wird es noch weitere Zusammenschlüsse von Kirchgemeinden geben.

Von Thomas Sparrer

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