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Kita-Bedarfsplan für Döbeln: Fruchtbarkeitsprognosen vom Amt

Kita-Bedarfsplan für Döbeln: Fruchtbarkeitsprognosen vom Amt

Mit der Fruchtbarkeit der Döbelner Frauen zwischen 20 und 40 hatte sich das Amt für Schulen, Soziales und Wohnen im Döbelner Rathaus zu befassen. In jedem Jahr schreiben die Mitarbeiterinnen um Amtsleiterin Birgit Hummitzsch den Kindergartenbedarfsplan der Stadt weiter und rechnen dabei statistisch auch mit Kindern, die noch gar nicht geboren sind.

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Umzug mit Spielsachen: Nach einem halben Jahr in der Grundschule-Nord zogen die Hortkinder gestern wieder in die Kindertagesstätte Tausendfüssler zurück.

Quelle: W. Sens

Döbeln. Jetzt legte Birgit Hummitzsch den Bedarfsplan für die Kinderbetreuungsplätze in Döbeln bis 2016 den Stadträten im Hauptausschuss vor. Im nächsten Stadtrat wird das Zahlenwerk dann zu beschließen sein. Grundlage der Planung sind die zum 30. Juni dieses Jahres in Döbeln gemeldeten Kinder im ersten Lebensjahr. Das sind aktuell 162 Babys. Von dieser jährlichen Geburtenzahl von etwa 160 Kindern gehen die Planungen auch für die nächsten Jahre bis 2016 aus. Der so genannte zweite Wendeknick bei den Geburtenzahlen wird dann ab dem Jahr 2019/20 erwartet. Als Berechnungsgrundlage dienen die Frauen, die zwischen 1984 und 1994 geboren wurden und in Döbeln leben. Bei einem deutschlandweiten Geburtendurchschnitt von knapp 1,4 Kindern pro Frau, wurden jeder der Frauen in dieser Geburtenspanne mit dem 31. Lebensjahr 1,4 Kinder zugerechnet.

Mit ihren statistischen Berechnungen und Prognosen lag das Amt für Schulen, Soziales und Wohnen in Döbeln in den letzten Jahren immer ziemlich richtig. Die derzeit zwölf Kindereinrichtungen in der Stadt waren über Jahre konstant zwischen 92 und 96 Prozent ausgelastet. "Das zeigt, unsere Planungen gingen auf", so Amtsleiterin Birgit Hummitzsch.

Mit 1460 Kinderbetreuungsplätzen rechnet die Stadt Döbeln für das nächste Jahr. Besonders bei den aktuell 238 in der Stadt vorhandenen Krippenplätzen wird es einen Zuwachs geben. Denn ab August 2013 gilt der gesetzliche Anspruch auf einen Kindergartenplatz für jedes Kleinkind. Deshalb wird nach der bereits vom Stadtrat gefällten Entscheidung derzeit untersucht, ob auf dem Gelände der Grundschule Döbeln-Ost ein Modulbau mit neuen Kinderkrippenplätzen errichtet wird oder ob dieses Geld ins nur zur Hälfte genutzte Schulgebäude fließen kann, um die Krippenplätze unter diesem Dach einzurichten. Ziel der Stadt ist, 301 Krippenplätze bereitstellen zu können. Das sind elf über dem prognostizierten Bedarf. Gerechnet wird damit, dass ab August 2013 etwa 90 Prozent aller Kinder zwischen null und drei Jahren einen Krippenplatz in Anspruch nehmen. Neben dem geplanten Krippenmodulbau sind im Bedarfsplan dafür auch drei Tagesmütter als Alternativen zur Krippe vorgesehen.

Im Kindergartenbereich sieht der Bedarfsplan der Stadt für die nächsten Jahre 623 Betreuungsplätze für Kinder von vier bis sieben vor. Gerechnet wird dabei auf Anraten des Landratsamtes Mittelsachsen mit einem Bedarf von 108 Prozent, gemessen an den in Döbeln wohnenden Kindern dieser Altersklasse. Ein Grund für diese höhere Zahl liegt darin, dass auch rund 50 Kinder aus Nachbargemeinden Döbelner Kindergärten besuchen. Im Hortbereich wird die Stadt 567 Betreuungsplätze vorhalten. 88 Prozent aller Grundschüler besuchen im statistischen Durchschnitt den Schulhort. Die Hortkinder der Kindertagesstätte "Tausendfüssler" in Döbeln-Nord zogen übrigens gestern aus ihrem Übergangsdomizil in der Grundschule Am Holländer zurück in den Tausendfüssler. Sie waren wegen der dortigen Umbauarbeiten ausgelagert worden. Die Herbstferien verbringen sie nun in neuen Räumen, die der Jugendclub Northpoint im Obergeschoss des Hauses abgetreten hat. Auch so wurde mehr Platz für Kinderbetreuung gewonnen.

 

 

Vor 20 Jahren gab es in Döbeln 32 Kindereinrichtungen, davon 13 Kinderkrippen. Heute hält die Stadt 1460 Kinderbetreuungsplätze in elf Kindereinrichtungen vor. Davon sind acht in städtischer und drei in freier Trägerschaft. 162 Geburten gab es zwischen 1. Juli 2011 und 30. Juni 2012. Die Prognose sagt bis 2015 einen Rückgang auf 158 Geburten voraus. Ab 2019/20 wird ein deutlicher Geburtenknick erwartet, der in den niedrigen Nachwende-Geburtenzahlen und Abwanderungen von jungen Frauen in den 90ern begründet ist.

Thomas Sparrer

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