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Döbeln Kita Grünlichtenberg: Anbaupläne vorgestellt
Region Döbeln Kita Grünlichtenberg: Anbaupläne vorgestellt
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00:32 04.03.2018
Durch einen verglasten Übergang sollen die Kinder der Grünlichtenberger Kita in den neuen Anbau gelangen. Quelle: Architekturbüro Koord
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Grünlichtenberg

In der Grünlichtenberger Kindertagesstätte muss etwas passieren, um nicht nur der Platznachfrage, sondern auch den Auflagen des Landesjugendamtes gerecht zu werden. Dafür muss die Gemeinde mit viel Geld hantieren – Geld, das angesichts der angespannten Haushaltslage nicht gerade auf der hohen Kante liegt und deshalb von den Gemeinderäten kritisch beäugt wird (die DAZ berichtete). Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler) stellte deshalb zur jüngsten Gemeinderatssitzung die fortgeschrittenen Pläne ausführlich vor.

Anbau mit höherer Decke

Vorgesehen ist, das bestehende Gebäude durch einen Anbau zu erweitern. „Wir wollen in das vorhandene Gebäude so wenig wie möglich reinreißen“, erläutert Euchler. Das ist aufgrund der baulichen Gegebenheiten ohnehin notwendig, denn vorgeschrieben ist eine Deckenhöhe von 2,50 Metern. Die Kita kommt jedoch nur auf 2,40 Meter. Das Bauamt habe schon zugesichert, nur den neuen Gebäudeteil an den Vorgaben zu messen.

Aufgrund der unterschiedlichen Deckenhöhen kann der Anbau nicht direkt an das bestehende Gebäude gesetzt werden. Quelle: Architekturbüro Koord

Kürzere Wege

Im Inneren der Kita wird es einige Veränderungen geben. Insgesamt sind kürzere Wege gewünscht und auch die Rettungswege müssen optimiert werden. In diesem Zuge ist eine Vergrößerung des Windfangs sowie eine separierte Garderobe geplant. Zudem ist ein direkter Zugang vom Schlaf- in den Waschraum angedacht. Außerdem: mehr Waschbecken, eine Dusche und getrennte Toiletten für Frauen und Männer. „So wie es jetzt ist, könnten wir nie einen Erzieher einstellen“, betont Euchler. Der geplante Anbau soll einen Mehrzweckraum bieten, in dem sich Mitarbeiter an einen Schreibtisch zurückziehen können sowie Elterngespräche und genügend Raum für differenziertes Arbeiten mit den entsprechenden Kindern möglich sind.

272.400 Euro Gesamtkosten

Nach derzeitiger Planung belaufen sich die Kosten auf rund 272.400 Euro – zu knapp, wenn es nach Manuel Viertel geht: „Wir müssen mindestens 300.000 Euro ins Auge fassen.“ Der CDU-Gemeinderat begründet das mit Unterbringungskosten. „Wenn gebaut wird, müssen die Kinde ausziehen.“ Die Ferien seien zu kurz, um für den kompletten Zeitraum die Schule nutzen zu können. „Also müssen wir Container stellen.“

150.000 Euro Eigenmittel im Haushaltsplan

In der aktuellen Fassung des Haushaltsplanes sind für die Gesamtmaßnahme Eigenmittel in Höhe von 150.000 Euro eingeplant. Zudem hat die Verwaltung zwei verschiedene Fördertöpfe unter die Lupe genommen. Da mit aktueller Planung vier zusätzliche Betreuungsplätze entstehen, könnten über die Fachförderung 25.000 Euro pro Platz – demnach also 100.000 Euro – beantragt werden. Die von der Verwaltung favorisierte Variante läuft über das Leader-Gebiet Sachsenkreuz+, mit der der kommunale Eigenanteil bei etwa 72.000 Euro liegen würde. Fest steht jedoch nach Aussage von Maria Euchler: „Wenn keine Fördermittel genehmigt werden, bauen wir auch nicht.“ In diesem Fall müsse über eine andere Variante nachgedacht werden, da die Auflagen des Landesjugendamtes noch nicht vom Tisch sind, betonte Ronny Kroll (Freie Wähler) abschließend.

Von André Pitz

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