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Döbeln Kita Lüttewitz bleibt Mieter in Döbeln
Region Döbeln Kita Lüttewitz bleibt Mieter in Döbeln
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11:36 23.02.2016
Für Bärbel Kujus und die Kinder im Zwergenland bleibt trotz Eingemeindung zunächst alles wie gehabt.   Quelle: Sven Bartsch (Archiv)
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Lüttewitz

 Die Kindertagesstätte Zwergenland ist etwas Besonderes auf dem gebiet der früheren Gemeinde Mochau: Sie ist die einzige der drei Einrichtungen, die von einem Elternverein als freiem Träger gesteuert wird. Vier Eltern und eine Erzieherin sitzen im Vorstand und kümmern sich zusammen mit Kita-Leiterin Bärbel Kujus um alle Belange der Einrichtung selbst. Als solcher hatte der Verein Zwergenland e.V. bis Jahresende 2015 die Miete für das Gebäude an die Gemeinde gezahlt. Seit 1. Januar fließt das Geld nun an die Stadt Döbeln als neuen Eigentümer nach dem Gemeindezusammenschluss mit Mochau. Das könnte sich aber im nächsten Jahr ändern. „Der Döbelner Bürgermeister Hans-Joachim Egerer war Ende Januar bei uns zu Gast. In Döbeln werden freie Träger oft mit einem Erbpachtvertrag ausgestattet. Jetzt haben wir ein Übergangsjahr, in dem erstmal alles so bleibt wie es ist und dann geschaut wird, ob wir an die Döbelner Einrichtungen angeglichen werden“, erklärt Bärbel Kujus. Stadtsprecher Thomas Mettcher bestätigt, dass es derzeit keinen Anlass zu einer Änderung gebe.

Interessant wird ein Erbpachtvertrag über viele Jahrzehnte, wenn am Gebäude Veränderungen oder eine Sanierung vorgenommen werden, für die es Fördermittel zu beantragen gibt. Bärbel Kujus steht seit längerem mit dem Kinderhaus in Döbeln-Nord in Kontakt, in dem die Trägerschaft und das Vertragsverhältnis mit der Stadt ähnlich geregelt sind. „Wir wissen noch nicht, was besser für uns ist. Bei größeren Dingen müsste bei einem Erbpachtvertrag der Stadtrat entscheiden, wie viel dazugegeben wird“, sagt Kujus.

Glücklicherweise seien derzeit keine größeren Projekte geplant. Um das Gelände soll ein Zaun gebaut werden, den der Verein bereits angeschafft hat. Hier steht nur die Frage, ob Mitarbeiter des früheren Gemeindebauhofs gegenüber der Einrichtung mit der Aufstellung beauftragt werden dürfen. Auch darüber wolle der Verein mit der Stadt sprechen. Und bei Havarien wie Wasserrohrbruch oder Heizungsausfall, ist die Kita ohnehin durch einen Wartungsvertrag mit einem Unternehmen abgesichert.

Bisher kümmert sich der Elternverein um Dinge wie Fördermittel, Sponsorensuche und Helfer für verschiedene Projekte selbst. Das Trägermodell soll in jedem Fall auch in Zukunft für das Zwergenland bestehen bleiben. Erst im November wurde der Vereinsvorstand für zwei Jahre gewählt. „Die Eltern haben mehr Mitspracherecht, wir tauschen uns bei Treffen einmal im Monat aus“, sagt Kujus.

Von Sebastian Fink

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