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Kita Ostrau bekommt neues Außengelände

Gemeinde investiert 25 000 Euro Kita Ostrau bekommt neues Außengelände

Die Gemeinde Ostrau will nicht länger auf mögliche Fördermittel warten und steckt 25 000 Euro aus eigener Tasche in die Umgestaltung der Außenanlage ihrer Kindertagesstätte. Gemeinderätin Regina Hlozek (CDU) plädiert dennoch für eine weitergehende Planung zum Ausbau in den folgenden Jahren.

Die Kita-Kinder träumen beim Blick auf die Baustelle schon vom neuen Spielplatz.

Quelle: Fotos/Montage: Sven Bartsch

Ostrau. „Wir wollten nicht mehr warten“, sagte Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) während der jüngsten Gemeinderatssitzung zur Umgestaltung der Außenanlage der Kindertagesstätte im Ort, die mit ihren teils mehr als 20 Jahre alten Spielgeräten, dem überalterten Fallschutzsand und den teils kaputten Wegen und Sandkästen dringend nötig sei. Lange hatte die Gemeinde auf Fördermittel für den Umbau spekuliert. Nun macht die Gemeinde Nägel mit Köpfen: Im Herbst hatten Bauhof, Jugendclub Noschkowitz und die Ostrauer Feuerwehr auf dem Gelände einige Bäume gefällt, um Platz zu schaffen. 25 000 Euro aus eigener Tasche fließen jetzt in die Umgestaltung. Schon seit vergangener Woche sind Bauhofmitarbeiter am Werk.

„Es wird neue Wege und Pflasterflächen geben sowie einige neue Spielgeräte wie Doppelschaukel, Wippe, Ballkorb, Kriechtunnel und ein Sechseck-Kletterensemble“, erklärte Schilling. Dafür werden 8700 Euro fällig, der Rest wird für Mietfahrzeuge und Material gebraucht. Noch brauchbare alte Geräte werden neu gestrichen. Umgesetzt wird damit ein Entwurf von Katrin Leipacher vom Kinderförderverein.

Dafür will die Gemeinde auch die Gunst der Stunde nutzen, dass der Bauhof derzeit freie Kapazitäten für die Eigenleistungen hat. „Wir haben eine hohe Ersparnis durch die Bauhofleistung. Durch den milden Winter wurden keine Überstunden angehäuft. Die Baumfällung ist vorbei und bevor die Rasenmahd losgeht, können wir richtig loslegen“, erklärte Schilling.

Zwar wurde dem Ansinnen der Gemeindeverwaltung von den Räten zugestimmt. Doch trotz ihres Votums für die Investition brachte Regina Hlozek (CDU-Fraktion) ihre Bedenken vor: „Wenn wir an alle Vorhaben so herangegangen wären, hätten wir jetzt keine Schule, keine Bibliothek. Noch haben wir auf dem Gelände viel Wiese und viel Sand. Die jetzige Planung ist kein Widerspruch dagegen, sich Gedanken zu machen, was mit dem Gelände perspektivisch passiert.“ Ihr Zusatzvorschlag: Durch das Investitionsstärkungssgesetz, das den Kommunen ab kommendem Jahr zusätzliche Mittel verspricht, könnte eine umfangreichere Ausstattung des Geländes erreicht werden. „Vielleicht bleiben von den 25 000 Euro 5000 übrig für eine Beplanung des Geländes. Die könnte man auf die Liste für die Fördermittel bringen. 2017 oder 2018 gibt es dann 75 Prozent Förderung. Dann macht man aus 25 000 Euro gleich 100 000 und bekommt eine top Freianlage. Jetzt ist es mehr der Spatz in der Hand“, sagte Hlozek.

Bürgermeister Schilling hat die weitere Planung für das Gelände schon im Kopf: „Im Investitionsplan ist vorgesehen, das Außengelände in östlicher Richtung voranzutreiben. Wir wollen das Gebäude in der Oschatzer Straße 7a abbrechen und eine zweite Zufahrt darüber schaffen sowie die Parkplatzsituation verbessern“, sagt er. Zudem werde man auch ohne weitere Gestaltung des Kita-Außengeländes keine Fördermittel verfallen lassen. Mit dem Verwaltungsgebäude, der Kita Kiebitz oder der Sportstätte in Ostrau gebe es genügend Handlungsbedarf.

Von Sebastian Fink

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