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Kita Westewitz: Neue Treppe oder Schließung

Bis zu 100 000 Euro Kosten Kita Westewitz: Neue Treppe oder Schließung

Die Kindertagesstätte Wirbelwind in Westewitz (Gemeinde Großweitzschen) braucht eine neue Treppe vom Erdgeschoss in den ersten Stock. Darauf drängt das Landesjugendamt, da die originale Treppe mehrfach um Ecken führt. Dies entspräche nicht den Sicherheitsbestimmungen. Noch in diesem Jahr muss der Bau starten.

Dass die Treppe in der Kita Wirbelwind um die Ecke führt, entspricht nicht den Bestimmungen. Deshalb setzt das Landesjugendamt einen Neubau durch.

Quelle: Sven Bartsch

Westewitz. Auf die Gemeinde Großweitzschen kommen erneut hohe Kosten zu, um eine Kindereinrichtung zu erhalten. Nach der Forderung des Schulamtes nach einem Prallschutz in der Schulturnhalle, dessen Einbau gestern begonnen hat, fordert das Landesjugendamt nun eine neue Treppe für die Kindertagesstätte Wirbelwind in Westewitz. „Wir haben dort eine Innentreppe, die nicht mehr den Normen entspricht, die das Landesjugendamt fordert“, erklärt Dirk Polster, Bereichsleiter Kindertagesstätten für den Träger Volkssolidarität Döbeln. Das Problem: Die Treppe ins Obergeschoss des betagten Gebäudes, wo der Kita-Betrieb stattfindet, windet sich wie in einem Hausflur mehrfach um Ecken. Nach der Sicherheitsnorm muss sie aber gerade nach oben führen.

Auch die Kitas in Großweitzschen und Mockritz hatten mit diesem Problem zu kämpfen. Für die Einrichtung in Westewitz geht es nun um den Fortbestand. „Jahrelang wurde der Zustand geduldet. Vor einem knappen Jahr wurde erneut geprüft und bestimmt, dass jetzt normgerecht umgebaut werden muss. Seither sind wir dran, eine Lösung zu finden“, sagt Polster. Viel Verständnis hat er für die Forderung des Landesjugendamtes nicht. „Wir tun uns schwer damit. In den ganzen Jahren ist dort nie etwas passiert“, sagt er. Unverständlich sei auch, dass die vorhandene, funktionstüchtige Treppe eventuell abgerissen oder gesperrt werden müsse

Denn hier liegt ein weiteres Problem. Das Haus, in dem die Kita untergebracht ist, gibt den Einbau einer geraden Treppe nach oben nicht her. Stattdessen müsste eine Lösung außen am Gebäude her, die dementsprechend kostspielig ist. „Es gibt zwei Varianten, die mit dem Landesjugendamt abzustimmen sind. Die eine wäre der Anbau eines neuen Treppenhauses, die rund 100.000 Euro kosten würde. Oder eine Brückenvariante, bei der vom erhöhten Straßenbereich draußen eine Treppe direkt ins Obergeschoss geführt wird für rund 50.000 Euro“, erklärt Ulrich Fleischer, Bürgermeister der Gemeinde Großweitzschen, die allein schon wegen der gleichbleibend hohen Kinderzahlen an einer Weiterführung der Kita interessiert ist.

Als Pächter des Gebäudes wolle man aber nicht allein für die Kosten aufkommen. Eigentümerin ist Ramona Lässig, zugleich Geschäftsführerin der Wohnstätten gGmbH „Die Brücke“ in Hochweitzschen. „Es gibt eigentlich eine Verpflichtung des Eigentümers hier tätig zu werden“, meint Fleischer. Er wolle die Fortführung des Mietvertrages so regulieren, dass der Gemeinde möglichst geringe Kosten entstehen. Ramona Lässig sieht hier noch Gesprächsbedarf. „Ich als Privatperson kann keine Fördermittel beantragen, das kann nur die Gemeinde. Ich habe dem Bürgermeister einen Vorschlag gemacht, wie er Fördermittel bekommen kann“, sagt sie und wartet nun auf Rückmeldung aus der Verwaltung. „Es müssen noch etliche Gespräche folgen, aber wir werden uns schon irgendwie einigen“, stellt Ramona Lässig in Aussicht.

Von Sebastian Fink

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