Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Kläger Plastik investiert zwei Millionen in neue Halle in Hartha
Region Döbeln Kläger Plastik investiert zwei Millionen in neue Halle in Hartha
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:44 05.11.2018
Hartha: Erster Spatenstich für neue Halle der Kläger Plastik GmbH. Quelle: Sven Bartsch
Hartha

Die Baugrube hinterm Lager von Kläger Plastik ist bereits ausgekoffert. In Kürze werden dort, auf dem ehemaligen Gelände der Spindelfabrik in Hartha, rund zwei Millionen Euro investiert. Noch dieses Jahr will das Bauunternehmen Goldbeck eine Ortbetonwand stellen, um das Erdreich zum jetzigen Lager hin zu stabilisieren. Bis zum 1. Juli des kommenden Jahres soll dort eine Halle mit 1000 Quadratmetern Fläche neu gebaut werden. Am Montag war erster Spatenstich.

Mehr Lager- und Fertigungskapazität

„Die neue Halle ermöglicht es uns, sowohl die Fertigung als auch die Logistik an unserm Standort in Hartha neu zu strukturieren“, schildert Kristian Kläger, weshalb sich das Unternehmen für diesen Schritt entschied. Angesichts der aktuellen Markt- beziehungsweise Absatzentwicklung stünden die Zeichen auf Expansion. Darauf müsse reagiert werden. Wie Werkleiter Karsten Knoll erläutert, sollen in der neuen Halle sowohl Lager- als auch Produktionskapazität geschaffen werden. „Was wir haben, reicht derzeit nicht mehr aus“,so Knoll. Ein neues Logistikkonzept soll mit Inbetriebnahme des Neubaus Einzug halten.

Rückgrat des Mittelstandes

Für die Halle einschließlich des zu installierenden Maschinenparks investiert das Unternehmen zwei Millionen Euro. In welchen Größenordnungen Mitarbeiter neu dazu kommen, sei momentan noch offen. Derzeit beschäftigt Kläger Plastik in Hartha rund 120 Mitarbeiter, etwa die Hälfte davon in der Fertigung, und zwar im Dreischichtsystem. Unternehmen wie die Kläger Plastik GmbH an der Harthaer Sonnenstraße gehören im Landkreis Mittelsachsen zum Rückgrat des Mittelstandes. So formuliert es Landrat Matthias Damm, neben Harthas Bürgermeister Ronald Kunze anlässlich des ersten Spatenstiches ebenso anwesend wie Marko Schäfer, Werkleiter des unmittelbar benachbarten Pumpenbauers Pierburg.

Eigenverantwortung vor Ort

Seit dem Jahr 1992 ist der Kunststoffverarbeiter Kläger Plastik in Hartha ansässig. Der Stammsitz des nunmehr in dritter Generation inhabergeführten Unternehmens befindet sich im bayrischen Neusäss. Gesellschafter sind der als Geschäftsführer fungierende 32 -jährige Kristian Kläger, zusammen mit seiner Mutter Margit Kläger. Nach seinen Worten werde in dem Unternehmen großer Wert auf viel Eigenverantwortung vor Ort gelegt. Neben Werkleiter Knoll achten Fertigungsleiter Denny Fuhrmann und der kaufmännische Leiter Helmut Möckel darauf, dass in Hartha alles seine geregelten Bahnen geht.

Hartha Kernkompetenzzentrum

Der Standort Hartha habe sich zum Kernkompetenzzentrum für den fertigungsbegleitenden Werkzeug- und Formenbau entwickelt, der im Zwei-Schicht-Betrieb arbeitet. In Hartha ist zudem eine eigene Entwicklungs- und Konstruktionsabteilung ansässig. „Das ergab sich zum einen durch personelle Entwicklungen am Standort Neusäss, geht zudem aber auch darauf zurück, dass in Sachsen viel Potenzial und Know How im Werkzeug- und Formenbau existiert“, so Kläger.

Geht durch viele Hände: Mehrweghandsprayer

In der Firmenzentrale im bayrischen Neusäss ist Kläger Plastik einer der letzten Hersteller langlebiger robuster Sprühsysteme Made in Germany. Gefertigt werden dort hauptsächlich hochwertige Druckpumpzerstäuber und Mehrweg-Handsprayer.

Hartha fertigt für Automobilindustrie

Der Standort Hartha produziert für die Autozuliefererindustrie. Hier laufen technisch präzise Kunststoffteile ausschließlich für den Motorenraum vom Band. Sie werden unter anderem an den Hauptkunden Pierburg Hartha geliefert, also an den Nachbarn nebenan. Zudem liefert Kläger Plastik seit vielen Jahren an Pierburgs Werke nach Mexiko und China. Kristian Kläger: „Indirekt produzieren wir für namhafte international aufgestellte Konzerne wie VW, Audi, PSA oder Ford.“

Kunststoffteile für Nordamerika und Australien

Darüber hinaus stellt der Standort Hartha Kunststoffteile und montierte Baugruppen her, die das Werk Hartha an die Firmenzentrale in Neusäss liefert. Dort werden die Sprühsysteme fertig montiert und konfektioniert. Von da aus gehen diese dann direkt oder über große Kunden um die Welt bis nach Nordamerika oder Australien.

Von Steffi Robak

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Bußgeldbescheid in Höhe von 600 Euro erließ das Landratsamt Mittelsachsen gegen einen 57-jährigen Grimmaer. Der Mann hat sein Wochenendhäuschen in der Weilbergsiedlung am Kriebsteinsee unrechtmäßig erweitert. Dagegen wehrte er sich vergeblich vor dem Döbelner Amtsgericht.

05.11.2018

Zackig ging es zu im Schulunterricht vor 120 Jahren. Das zeigte Michael Kreskowsky am Sonnabend in der Grundschule Grünlichtenberg. Da knallte auch der Rohrstock.

05.11.2018

Die Oper „Maria Stuart“ feierte am Sonnabend am Döbelner Theater Premiere. Nicht zu übersehen und zu überhören war, dass diese Produktion eigentlich für die Freiberger Nikolaikirche gedacht ist.

04.11.2018