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Döbeln Klärwerk Zschaitz geht ans Netz: Freigabe am Dienstag
Region Döbeln Klärwerk Zschaitz geht ans Netz: Freigabe am Dienstag
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10:02 22.04.2016
So sieht bislang die Zufahrt zum Zschaitzer Sportplatz aus, die auf dem ersten Drittel auch der AZV für die Kläranlage nutzen will. Auf die Befestigung müssen Anwohner noch bis 2017 warten. Quelle: Wolfgang Sens (Archiv)
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Zschaitz

 Die Kläranlage am Zschaitzer Sportplatz ist fertig und wird am kommenden Dienstag, 13 Uhr, offiziell in Betrieb genommen. Der Abwasserzweckverband Döbeln-Jahnatal (AZV) investierte rund 850.000 Euro in den Neubau, der zur Umsetzung des 2008 beschlossenen Abwasserbeseitigungskonzeptes beiträgt. In Zschaitz kann damit die erste von insgesamt drei noch zu bauenden Ortskläranlagen ihren Dienst tun und die in den Ortsteilen Zschaitz, Baderitz, Lüttewitz und Goselitz anfallenden Abwässer reinigen. Die Anlage verfügt über eine Kapazität von 850 Einwohnerwerten.

Baubeginn für die Scheibentauchkörperanlage war im August 2015. Nach einem Variantenvergleich hatte sich die Ortskläranlage als wirtschaftlichste Entsorgungslösung herauskristallisiert. Um den optimalen Standort der Kläranlage im Ort zu finden, wurden umfangreiche Untersuchungen angestrengt, die sich jahrelang hinzogen. Schon 2012 hatte die Planung begonnen, bevor man sich vergangenes Jahr auf den Bereich am Sportplatz verständigen konnte. Das gereinigte Abwasser fließt von dort in die Jahna, die anschließend die Trinkwasserschutzzone passiert. Umso wichtiger sei laut AZV die vollbiologische Reinigung der eingeleiteten Abwässer.

Betrieben wird die Anlage im Auftrag des AZV Döbeln-Jahnatal von der Döbelner Niederlassung der OEWA Wasser und Abwasser GmbH, dem Betriebsführer des AZV. Die Zschaitzer Anlage verfügt über eine Vorklärung der Abwässer, eine biologische Reinigungsstufe mit Scheibentauchkörpern, einer Nachklärung mit Trennung der festen Abwasserbestandteile von den flüssigen und einer Schlammspeicherung.

Mit der Eröffnung rückt auch der Baubeginn für die Zufahrt zum Zschaitzer Sportplatz näher. Der nur 300 Meter lange Weg ist bei Niederschlägen eine Schlammpiste. Die Zschaitzer warten bereits seit Jahren auf die Befestigung. Durch den Bau der Kläranlage, die einen Teil des Weges als Zufahrt benötigt, verzögerte sich die Umsetzung bislang. Erst nach ihrem nun beginnenden Probebetrieb kann die Planung weitergehen. Aber auch Umweltgutachten für den Wegebau im inzwischen ausgewiesenen Flora-Fauna-Habitat (FFH) dauern noch an. Erst 2017 wird gebaut – ein Drittel asphaltiert, der Rest als Pflasterspurweg.

Von Sebastian Fink

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