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Klappe, die Zweite für Döbeln

Klappe, die Zweite für Döbeln

Der zum 500. Jahrestag des Thesenanschlages ist es auch. Jede Menge Projekte ranken sich um das Jubiläum, das das Schaffen des Reformators ins Bewusstsein rückt.

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Es blieb beim Versuch: Starke Bilder für einen Werbefilm ließen sich gestern in der ausgestorbenen und vom Hochwasser gezeichneten Döbelner Innenstadt nicht drehen. Das Produktionsteam um Regisseur Dietmar Krappmann (l.), Kameramann Ingolf Bergfeld und Darsteller Sebastian Schüler (r.) kommt wieder. Auch Katharina von Bora (Irina Schädlich) wird noch einmal vor die Kamera treten.

Quelle: Thomas Lieb

Luthers Weg war steinig. Der Lutherweg quer durch Mitteldeutschland soll nicht erst 2017 zum Tourismus-Magnet werden. Dafür lässt der Tourismusverein Sächsisches Burgen- und Heideland gerade einen Imagefilm produzieren. Der gestrige Drehtag in Döbeln fiel ins Wasser.

 

Döbeln ist bedeutende Station im Konzept des Lutherweges, der Wirkungsstätten des Theologen und anderer Reformatoren miteinander verknüpfen soll. Ab 1521 kamen die Menschen zu den ersten evangelischen Predigten nach Döbeln. Die Predigten konnten damals nur im Rathaus gehalten werden. Herzog Georg der Bärtige ließ etliche Anhänger Luthers verhaften. Der Prediger musste fliehen. Erst mit der Einführung der Reformation im albertinischen Sachsen konnte sich hier die Reformation nach 1539 ungehindert ausbreiten. Auch Leisnig, Waldheim, Kriebstein, Mittweida und Rochlitz sind mittelsächsische Stationen des Lutherweges. In dem von der Alekto-Film- und Fernsehproduktion produzierten Werbefilm sollen die beteiligten Städte vorgestellt werden. Der Pilgerer im Film (Sebastian Schüler) trifft in den 26 Orten auf Persönlichkeiten.

 

Am Schlegelbrunnen wartete gestern Katharina von Bora alias Irina Schädlich auf das Drehteam. Angesichts der leeren Innenstadt und den nach wie vor sichtbaren Folgen des Juni-Hochwassers blieben sie und Ulf Fischer von der Stadtinformation Döbeln skeptisch, ob das der geeignete Zeitpunkt für die Dreharbeiten ist. "Wir wollen ja eigentlich das Leben in der Stadt zeigen, keine leerstehenden Geschäfte. Aber für die Produktion drückt die Zeit", erklärte Fischer. Das sahen später auch Regisseur Dietmar Krappmann und Kameramann Ingolf Bergfeld so. "Wir haben durch das Hochwasser drei bis vier Wochen Verzögerung bei den Dreharbeiten in Kauf nehmen müssen. An vielen Orten, wie in Wurzen, Nimbschen oder Grimma werden zusätzliche Drehtage fällig. Naja, und hier in Döbeln wird das wohl auch notwendig werden", gestand Krappmann nach ersten Aufnahmeversuchen vor dem Rathaus schließlich ein. "Wir wollen die Städte zur Geltung bringen und Lust auf Besuche machen. Das geht ohne Menschen in den Bildern gar nicht", so Krappmann.

 

Der Dreh wurde abgeblasen. Aufgeschoben, ist aber nicht aufgehoben. Ein neuer Termin wird vereinbart. In die Terminkette hätte der gestrige Sonntag aber auch kommunalpolitisch gepasst. Erst am Donnerstag hatten die Mitglieder des Hauptausschusses des Döbelner Stadtrates dem Beitritt zum Tourismusverein "Sächsisches Burgenland" zugestimmt, der aus der einer Umstrukturierung der Tourismusförderung in Sachsen hervorgegangen war. Einer mehrheitlichen Zustimmung des Stadtrates am 11. Juli vorausgesetzt, wird Döbeln seinen Mitgliedsbeitrag verdoppeln. Mit einem Euro pro Einwohner (statt bisher 50 Cent im Tourismusverband) hofft dann auch die Stadt Döbeln, von den Verbünden mit dem Leipziger Neuseenland und der Leipzig Tourismus Marketinggesellschaft (LTM) zu profitieren. In seiner Tourismusstrategie 2020 fokussiert sich der Freistaat auf die überregionale Vermarktung.

 

Vorgestellt werden soll der Image-Film auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) vom 5. bis 9. März 2014 in Berlin. Danach will sich der Tourismusverband auch auf anderen Messen damit präsentieren. Zeitgleich soll der zwölfminütige Kinospot vor ausgewählten Filmen in Kinos in ganz Deutschland laufen. "Das ist nicht unser erster Image-Film. Bisher hat das die Leute animiert, an den Messeständen stehen zu bleiben. Jetzt hoffen wir, noch mehr Leute in die Region zu locken", erklärte SBHL-Chefin Katharina Sparrer.

 

Thomas Lieb

Thomas Lieb

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