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Döbeln Klares Votum für die Freistunde beim Parken
Region Döbeln Klares Votum für die Freistunde beim Parken
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19:00 19.05.2017
Etwa 300 öffentliche Parkplätze mit Gebührenpflicht ab der zweiten Stunde gibt es auf der Muldeninsel. Quelle: Wolfgang Sens
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Döbeln

Die erste Stunde freies Parken in der Döbelner Innenstadt soll es auch weiterhin geben. Das ist das ganz klare Ergebnis einer telefonischen Umfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung unter ihren Lesern. Fast 400 Leser haben am Telefon die Fragen zur Parksituation in der Döbelner Innenstadt beantwortet.

Auf die Frage: Soll die sogenannte Brötchen-Taste zum kostenfreien Parken in der ersten Stunde in Döbelns Innenstadt bleiben?, antworteten 390 Leser mit einem klaren Ja. Lediglich drei der Umfrageteilnehmer würden auf dieses Angebot verzichten. 168 angerufene Leser finden die Parkplatzsituation in Döbeln zufriedenstellend. Demgegenüber sind 225 Umfrageteilnehmer damit gar nicht zufrieden. 195 von ihnen finden, dass die Parkplätze im Stadtzentrum einfach nicht ausreichen. 30 Leser meinten dagegen, die Parkgebühren seien zu teuer. Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer stärkten zudem den Bediensteten des städtischen Ordnungsamtes den Rücken. 288 sprachen sich für ein strenges Durchgreifen der Politessen und Kontrolleure im Sinne einer geordneten Parksituation aus.

Eine sichere Möglichkeit, sich in Döbeln ein Knöllchen fürs Falschparken einzufangen, bietet die Fläche vor dem Biergarten auf dem Obermarkt. Täglich stehen hier fast schon demonstrativ Autos, obwohl die Fläche gar nicht als Parkplatz ausgewiesen ist. Das war auch in der Telefonumfrage Thema. 289 Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass auf dem Obermarkt entlang des Biergartens von Ratskeller und Hotel Bavaria weitere Kurzzeitparkplätze, ähnlich wie vor der Commerzbank, ausgewiesen werden sollten. 104 Leser lehnten dagegen die Legalisierung dieser Fläche zum Parken ab.

Hintergrund der DAZ-Umfrage, die parallel auch im Internet stattfand, sind Diskussionen im Döbelner Stadtrat zum Thema Parken. Beim Beschluss des Haushaltsplanes für 2017 in der Stadtratssitzung vom April hatte der Stadtrat Dietmar Damm genauer nachgesehen und in den Planungen für die Folgejahre festgestellt, dass die Finanzverwaltung 2018 runde 32 000 Euro Mehreinnahmen bei den Parkgebühren in der Stadt eingeplant hat. Deshalb hatte Damm nachgehakt, ob denn die kostenfreie erste Stunde beim Parken wegfallen soll. In der heftigen Diskussion sprach sich die Mehrheit der Stadträte klar für den Erhalt der seit 2001 bestehenden Regelung aus. Bei der Diskussion des Haushaltsplanes für das nächste Jahr müssen die Räte dann aber auch besprechen, wie die Mehreinnahmen beim Parken ansonsten zustande kommen könnten oder ob es andere Möglichkeiten zur Einnahmenverbesserung der Stadt geben kann. Die Höhe der Parkgebühren und die sogenannte Brötchentaste sind übrigens in der städtischen Parkplatzgebührensatzung festgehalten. Die müsste geändert und neu beschlossen werden, wenn man an den Parkregelungen etwas ändern möchte.

Etwa 5000 Euro pro Jahr lässt sich die Stadtverwaltung die erste Stunde freies Parken kosten. Das Geld fällt für Papier und Druckkosten der Freitickets sowie die Wartung der Parkautomaten an. Etwa 35 000 Euro an Kleingeld landen ansonsten pro Jahr fürs längere Parken in den Automaten. Etwa 300 öffentliche Parkplätze mit Gebührenpflicht ab der zweiten Stunde gibt es auf der Muldeninsel.

Von Thomas Sparrer

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