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Döbeln Kleines Ensemble, große Leistung: Gymnasiasten zeigen Theaterstück
Region Döbeln Kleines Ensemble, große Leistung: Gymnasiasten zeigen Theaterstück
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00:17 28.05.2017
Kleines Ensemble, große Leistung. Quelle: Sven Bartsch
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Hartha

Torsten Kittler ist zufrieden. Seine Schützlinge, Schüler der zehnten Klasse des Martin-Luther-Gymnasiums in Hartha, stellten in den letzten Wochen ein Theaterstück auf die Beine. Am Mittwochabend führten sie das in der Hartharena auf. Der Weg dahin, hatte es in sich. „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt ist kein leichtes Stück.

Kleines Ensemble, kein Ersatz

Die Tragikomödie in drei Akten ist reich an Text. Trotzdem entschieden sich die Schüler, die in der das künstlerische Profil wählten, für das Stück. „Das war wirklich viel Text, den die Schüler lernen mussten“, weiß Lehrer Torsten Kittler, der gemeinsam mit seinen Kollegen Tobias Merker und Gerd Winkler das Projekt leitet. Eine Gruppe von 16 Schülern gehört zum Ensemble. „Da darf keiner fehlen“, sagte Kittler. Denn Ersatz für einzelne Rollen gab es nicht, weil einfach zu wenig Leute zur Verfügung standen.

Seit Beginn des Schuljahres arbeiteten die Schüler an dem Theaterstück. Dazu gehörten sowohl kreative Arbeiten, wie etwa das Bühnenbild mitzugestalten, als auch Sprechübungen, um die Dialoge anschließend richtig auf die Bühne zu bringen. Erst vor wenigen Wochen begannen die tatsächlichen Proben. Das erste Mal wurde das Stück erst am vergangenen Sonnabend durchgespielt.

Die 16-jährige Tabea Kästner spielt die Hauptrolle im Stück und verkörpert Claire Zachanassian. Jene Frau, die mittlerweile als Milliardärin die verarmte Kleinstadt Güllen besucht, in der sie einst ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Während die Einwohner auf finanzielle Zuwendungen und Investitionen hoffen, will Claire vor allem Rache für ein altes Unrecht. Absurde Geschehnisse, verrückte Protagonisten – das Stück von Friedrich Dürrenmatt ist unterhaltsam. Etwas über zwei Stunden dauerte die Aufführung der Gymnasiasten am Mittwochabend. Anstrengung pur. Im Vorfeld erarbeiteten sie kleine Programmhefte, die sie den Besuchern zum Kauf anboten.

Lisa Aust kümmerte sich um die Maske. Sie schminkte ihre Mitschüler und sorgte für die richtigen Frisuren. Anschließend spielte sie selbst eine Rolle im Stück. „Die Schüler haben alles selbst in der Hand. Sie kümmern sich um die Umsetzung des Stücks genauso wie um alle künstlerischen Aspekte“, weiß Torsten Kittler. So wurde das Bühnenbild gebaut und entsprechend umgestaltet. „Wir konnten zum Teil auf alte Requisiten aus den Vorjahren zurückgreifen“, so Kittler. Auch die Gestaltung der Kostüme lag allein in den Händen der Zehntklässler.

Unterrichtsnoten zur Aufführung

Und weil im Theaterstück mit unterschiedlichen Bühnenbildern gearbeitet wurde, sorgten die Schüler in den kurzen Pausen für den Umbau der Requisiten. Das wiederum wurde im Vorfeld während der Proben geübt. Knappe vier Minuten blieben den Schülern auf der Bühne Zeit, um die nächste Kulisse aufzubauen. In der Zwischenzeit, quasi als Werbeprogramm, wurden kleine Sketche gezeigt, die die Zuschauer bei Laune halten sollten. Für die Schüler stand mit dem Theaterstück auch einiges auf dem Spiel: Allein am Mittwoch bekamen sie drei Noten auf ihr Spiel.

Von Stephanie Jankowski

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