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Döbeln Kleines Team – großes Ziel: Hartha soll seinen Charme entfalten
Region Döbeln Kleines Team – großes Ziel: Hartha soll seinen Charme entfalten
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00:46 20.04.2018
Im Harthaer Stadtpark soll das Moos von den Wegen verschwinden. Quelle: Sven Bartsch
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Hartha

Hartha versprüht mancherorts einen maroden, wenig gepflegten Charme – so sieht es jedenfalls Sylvia Reichert-Penzel. Das machte sie im Rahmen des Gewerbestammtisches der Freien Wählergemeinschaft Ende Februar deutlich. Schon damals deutet sie an, eine Initiative zur Verschönerung der Froschstadt auf die Beine stellen zu wollen. Dieses Vorhaben nimmt nun konkretere Formen an: Reichert-Penzel hat zusammen mit drei Mitstreitern die Interessengemeinschaft „Wir – für ein schönes Hartha“ gegründet, die es sich zum Ziel gesetzt hat, wieder hervorzuheben, was ihre Stadt zu bieten hat. „Wir werden uns an den Harthaer Heimatverein anbinden und dort als Untergruppe agieren. Das ergibt für uns Sinn, da unser Wirkungsspektrum und das des Vereins ähnlich ist“ erklärt Reichert-Penzel, die die Gruppe als Sprecherin vertritt. „Der Verein ist sehr engagiert. Für uns bedeutet das, dass wir schnell aktiv werden können, ohne selbst einen Verein gründen zu müssen.“

Da vier Mitglieder natürlich zu wenig sind, um ganz Hartha einer Frischzellenkur zu unterziehen, möchte die Gruppe vor allem motivierte Bürgerinnen und Bürger mit an Bord holen, um gemeinsam mit ihnen Aktionen zu planen. Zudem steht die Gemeinschaft auch schon mit der Stadtverwaltung in Kontakt. Ein konstruktiv verlaufenes Gespräch mit Bauamtsleiter Ronald Fischer habe es bereits gegeben. „Unsere Aktionen sollen definitiv in Zusammenarbeit mit der Stadt laufen. Wir hoffen dabei auch auf Tipps von der Verwaltung. Bei manchen Vorhaben wäre es auch denkbar, den Bauhof und seine Mitarbeiter mit ins Boot zu holen“, so Reichert-Penzel.

Der erste Arbeitseinsatz soll im Stadtpark an der Sonnenstraße stattfinden. Am 16. April wollen Gehwege vom Moos befreit, Grasflächen von heruntergekommenen Ästen, Zweigen und Laub bereinigt und Unkraut entfernt werden. Sylvia Reichert-Penzel hofft dabei auf tatkräftige Unterstützung der Harthaer: „Wir sind immer offen für Interessierte, die einfach mitmachen wollen. Jeder kann sich auch bei einzelnen Aktionen engagieren.“ Gefragt seien zudem noch Sponsoren und Handwerker, die ihre Fähigkeiten mit einbringen möchten.

In Zukunft ist zudem die Wiederbelebung des Frühjahrs- und Herbstputzes angedacht. „Das funktioniert aber nur, wenn viele Harthaer mit Hand anlegen – dann kann richtig viel getan werden und es sieht von einem Tag auf den anderen gleich viel schöner aus“, meint die Sprecherin. Pflanzaktionen, Patenschaften für Parks und mehr Grün vor Stadthäusern hat sich die Gemeinschaft vorgenommen. „Wichtig ist: Das ist ein Anfang. Wir wissen, dass die Dinge eine gewissen Anlaufzeit brauchen. Das ist etwas, was jahrelang nicht richtig stattgefunden hat und dafür müssen wir die Leute erst einmal wieder mit an Bord holen“, fasst Reichert-Penzel zusammen.

Von André Pitz

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