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Döbeln Kleinstadtclub ist drogenfrei – über 50 Beamte finden nur wenig Gras
Region Döbeln Kleinstadtclub ist drogenfrei – über 50 Beamte finden nur wenig Gras
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20:01 31.03.2016
Im Kleinstadtclub an der Ritterstraße in Döbeln suchte die Polizei am Mittwoch nach Drogen.  Quelle: Dirk Wurzel
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Döbeln

 Der umfangreiche Polizeieinsatz am Mittwoch galt nicht Sven Weißflog. Zwei Mitarbeitern des Kleinstadtklubs 17 (KL 17) standen im Visier der Fahnder. Jana Kindt, Pressesprecherin der Polizeidirektion Chemnitz: „Durch das Drogenkommissariat der Polizeidirektion Chemnitz wird ein Ermittlungsverfahren gegen zwei Mitarbeiter des KL 17 bearbeitet. Die beiden Personen stehen im Verdacht, aus dem Objekt heraus Betäubungsmittel an Gäste zu verkaufen. Im Zuge der Ermittlungen wurden Durchsuchungsbeschlüsse beim Amtsgericht Chemnitz beantragt und von diesem erlassen. Am 30. März 2016 wurde diese realisiert.“ An dem Einsatz waren laut Jana Kindt rund 50 Beamte beteiligt, darunter auch zwei Hundeführer mit Rauschgiftsuchhunden. Angesichts des Ergebnisses war der Aufwand recht hoch. Polizeisprecherin Jana Kindt: „Im Objekt „KL 17“ wurden keine Beweismittel sichergestellt. In der Wohnung eines der beiden Tatverdächtigen wurde eine geringe Mengen an Betäubungsmittel (Marihuana) gefunden und sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.“

Im Internet hat sich bereits einer der Betroffenen geäußert, denen die Durchsuchung galt. „Es ging bei dieser Razzia nicht um die genannten Lokalitäten, es ging um mich persönlich!“, schreibt der Mann auf seinem Facebook-Profil. Demnach könnte die Razzia die Folge einer Racheaktion sein. Auf gut deutsch: Jemand hat den Mann bei der Polizei angeschwärzt. Diese Vermutung hatte auch Sven Weißflog am Mittwoch gegenüber der Döbelner Allgemeinen Zeitung geäußert. Der Betroffene der Polizeiaktion schreibt auf Facebook auch, dass ihn bereits vor der Drogengeschichte jemand wegen eines Körperverletzungsdeliktes angezeigt habe und er deswegen schon mal Ärger mit der Polizei gehabt habe. Den Namen der Person nennt er nicht.

Von Dirk Wurzel

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