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Döbeln Klinikum Döbeln: Mehr Patienten, mehr Operationen und mehr Lohn für Mitarbeiter
Region Döbeln Klinikum Döbeln: Mehr Patienten, mehr Operationen und mehr Lohn für Mitarbeiter
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17:45 22.01.2016
Seit August ist der neuangebaute fünfte Operationssaal in Bterieb. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Die Nachricht von der Krankenhausschließung in Rochlitz bewegt auch Dr. Ralf Lange, ärztlicher Direktor des Klinikums Döbeln. „Wir denken an die Mitarbeiter in Rochlitz. Wir sind auf der anderen Seite auch sehr froh, dass unser privat geführtes Krankenhaus in Döbeln recht solide aufgestellt ist“, sagt der Inhaber des Döbelner Krankenhauses. Am Freitagmittag hatte er die Belegschaft des Klinikums Döbeln zum Empfang geladen, um in einer Art Mitarbeiterversammlung aktuelle Entwicklungen an seinem Klinikum vorzustellen. Mit mehr als 400 Beschäftigten ist das Klinikum Döbeln der zweitgrößte Arbeitgeber der Stadt. Allein 15 Mitarbeiter wurden im vergangenen Jahr neu eingestellt. 12 000 Patienten wurden im Döbelner Krankenhaus mit seinen aktuell 196 Betten stationär behandelt . Die Auslastung des Hauses betrug weit über 90 Prozent. 12 000 Patienten durchliefen zudem die krankenhauseigene Ambulanz. 5300 Patienten wurden am Döbelner Klinikum im vergangenen Jahr operiert. Das sind sieben Prozent mehr als 2014. Dafür hat das Klinikum auch einiges investiert: Allein zwei Millionen Euro kostete der neu angebaute OP-Trakt mit dem 5. Operationssaal. Geplante Operationen können Dank der fünf modernen OP in den Kernarbeitszeiten durchgeführt werden. Im Sinne von Mitarbeitern und Patienten muss so nicht in Schichten operiert werden. Nur in Notfällen wird im Klinikum nachts operiert. Die größte Investition des Klinikbetreibers ging zudem im Juni des vergangenen Jahres in Betrieb. Rund 2,5 Millionen Euro plus Kaufpreis des Gebäudes, wurden in das Ärztehaus an der Döbelner Muldenstraße investiert. Neben dem Medizinischen Versorgungszentrum des Klinikums sind darin eine Augenklinik und verschiedene niedergelassene Ärzte eingemietet. Weil es auf den Gängen der Notaufnahme und der Ambulanz in Stoßzeiten oft sehr eng zu ging, investierte das Klinikum hier in zusätzliche Räume. Runde 300 000 Euro flossen zudem in neue Ultraschalltechnik für die Innere und die Chirurgische Klinik des Klinikums.

„In allen Bereichen hat sich die gute Medizin an unserem Hause herumgesprochen. So wird unsere Gefäßchirurgie und die Kardiologie mittlerweile überregional wahrgenommen. Die Tumorchirurgie unter Professor Dirk Uhlmann und Oberarzt Dr. Andreas Flade hat sich gut entwickelt. In unsere orthopädische Klinik unter den beiden Chefärzten Rainer Dietrich und Peter Roszeitis kommen Patienten aus ganz Ostdeutschland. Mit dem Neurochirurgen Carsten Reichelt haben wir einen ausgesprochenen Wirbelsäulenspezialisten“, zählt der leitende ärztliche Direktor auf. Seinen Chefarzt der Chirurgischen Klinik, Professor Dirk Uhlmann hat das Klinikum Döbeln gerade an das Transplantationszentrum der Universitätsklinik Leipzig ausgeliehen. Uhlmann leitet dort für eine Übergangszeit das Transplantationszentrum. Im Gegenzug sandte die Universitätsklinik einen Oberarzt als Vertretung Uhlmanns ans Klinikum Döbeln. „Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Leipzig und sind auch für die Uniklinik akademisches Lehrkrankenhaus“, sagt Dr. Ralf Lange stolz. Von den Medizinstudenten bekommt das Döbelner Krankenhaus für seine Ausbildung dabei sehr gute Rückmeldungen.

Für das Jahr 2016 hat sich Klinikbetreiber Dr. Ralf Lange eine Stabilisierung der guten Entwicklung vorgenommen. Das ist vor dem Hintergrund des Gesundheitsstrukturgesetztes ein großes Ziel. Investiert wird zudem in die Endoskopie-Abteilung und die Sterilisationstechnik, um hier auf technisch höchstem Stand zu bleiben. Die Mitarbeiter bekommen von der positiven Entwicklung des Klinikums auch einen Anteil ab: In zwei Stufen gibt es 2016 eine fünfprozentige Lohnerhöhung und zwei Tage Sonderurlaub zusätzlich zum tariflichen Urlaubsanspruch.

Hintergrund

12 000 Patienten wurden im vergangenen Jahr am Klinikum Döbeln stationär behandelt.

5300 mal wurde in den fünf Operationssälen des Hauses operiert. Das sind sieben Prozent mehr als im Jahr davor.

12 000 Patienten wurden von der Ambulanz des Klinikums behandelt.

Über 400 Mitarbeiter arbeiten am Klinikum Döbeln. 15 wurden im vergangenen Jahr neu eingestellt.

Das Klinikum Döbeln hat aktuell 196 Betten, die im Jahresdurchschnitt zu 93 Prozent ausgelastet sind.

Von Thomas Sparrer

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